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Eine Bude auf dem Pforzheimer Weihnachtsmarkt war im Winter in Brand geraten.
Eine Bude auf dem Pforzheimer Weihnachtsmarkt war im Winter in Brand geraten. © PZ-Archiv
20.07.2011

Verhandlung nach Budenbrand auf Weihnachtsmarkt

PFORZHEIM. Bevor eine Verhandlung wegen fahrlässiger Brandstiftung vor der Pforzheimer Richterin Stephane Ambs am Mittwich richtig begonnen hatte, war sie auch schon wieder zu Ende. Der 50-jährige Beschäftigte eines am 3. Januar in Brand geratenen Weihnachtsmarktstandes und sein Verteidiger Wolfgang Hausen aus Karlsruhe hatten gleich zu Beginn der Verhandlung den Einspruch gegen die gerichtliche Verwarnung zurückgenommen.

Staatsanwalt Bernhard Martin hatte sich zuvor gewundert, dass dies nicht schon längst geschehen sei. „Die Verwarnung mit Strafvorbehalt in Höhe von 60 Tagessätzen zu je 30 Euro und als Auflage die Zahlung von 1200 Euro an eine gemeinnützige Einrichtung berücksichtigt doch, dass dies eine reine Ungeschicklichkeit gewesen war, die jedem hätte passieren können“, sagte er.

„Mein Mandant, der Hartz IV-Empfänger ist und von 157 Euro im Monat lebt, kann die 1250 Euro aber nicht bezahlen“, so der Rechtsanwalt. Er beantragte, dass die Zahlung in eine Arbeitsauflage von 125 Stunden gemeinnütziger Arbeit umgewandelt wird. Damit waren alle Beteiligten einverstanden.

Der Fall hatte am 3. Januar in der Innenstadt für Aufregung gesorgt. Der Angeklagte hatte beim Wechseln der Gasflasche für einen Bräter entdeckt, dass aus dieser Flasche noch Gas entwich. Er versäumte es, den Gashahn zu schließen und begab sich zu einem Kollegen, um diesen um Rat zu fragen. Das Gas entzündete sich, und es entstand ein Schaden in Höhe von 26 000 Euro. rr

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