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Wie ein roter Teppich für Fußgänger: Vorbildcharakter für andere Bereiche der Stadt könnte der neue, farblich markierte und breite Überweg am Bahnhofplatz haben. Foto: Meyer

Verkehrskonzept: So soll Pforzheim attraktiver für Fußgänger werden

Pforzheim. Mehr Platz zum Gehen, mehr Sicherheit beim Queren und weniger Barrieren: Mit einem Maßnahmenkatalog will es die Stadtverwaltung Fußgängern angenehmer und bequemer machen, sich in Pforzheim fortzubewegen. Alles Streben fußt auf den sogenannten Fußverkehrs-Checks (FVC), einer landesweiten Maßnahme des Verkehrsministeriums.

Wie berichtet, hat es im vergangenen Jahr unter Beteiligung des Büros „planersocietät“ eine Auftaktveranstaltung und zwei Begehungen mit der Weststadt als Schwerpunkt gegeben. Die erste Tour führte durch deren nordöstlichen Teil mit Benckiserpark, Maximilianstraße und dem Umfeld des Kulturhauses Osterfeld. Der zweite Fokus galt dem Südwesten mit der Habermehlstraße, dem Enzufer an Steuben- und Simmlerstraße und der Umgebung der Fritz-Erler-Schule. Ein Workshop schloss sich an, in dem Handlungsfelder definiert wurden, die künftig auch andernorts im Wortsinn wegweisend sein sollen.

In Sachen Barrierefreiheit sollen an Knotenpunkten, etwa Westliche/Hans-Sachs-Straße, Bordsteine abgesenkt werden. Blindenleitsysteme durch Kontraste am Boden sind demnach nötig, etwa im Bereich Maurerstraße/Frankstraße. Zudem sollen Sitzgelegenheiten geschaffen und insgesamt das Angebot frei zugänglicher Toiletten ausgeweitet werden – bei Letzteren wollten Stadt und Gemeinderat bekanntermaßen noch vor nicht allzu langer Zeit den Rotstift ansetzen.

Bei den Querungen sei es sinnvoll, Übergänge ohne Ampelregelung zu schaffen, etwa an der Maxi und der Antoniusstraße. Kreuzungen mit Ampeln indes sollten fußgängerfreundlicher sein, beispielsweise an Habermehl- und Benckiserstraße, und Mittelstreifen als Querungshilfe dienen, etwa an Westlicher und Zerrennerstraße. Wie solch eine moderne Lösung aussehen kann, zeigt der neu gestaltete Bahnhofplatz.

Handlungsbedarf sieht die Stadt unter anderem auch im ruhenden Verkehr: Weniger Autos sollen Gehwege zuparken.

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