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Oberbürgermeister Gert Hager (links) gratuliert den Gewinnern des diesjährigen Energiesparpreises im Energie- und Bauberatungszentrum in Pforzheim. Foto: Späth
Oberbürgermeister Gert Hager (links) gratuliert den Gewinnern des diesjährigen Energiesparpreises im Energie- und Bauberatungszentrum in Pforzheim. Foto: Späth
18.09.2016

Verleihung des Solar- und Energiepreises im ebz

Bei der Verleihung des Solar- und Energiepreises am Samstag im Energie- und Bauberatungszentrum (ebz) in Pforzheim hat Oberbürgermeister Gert Hager herausragende Energiekonzepte ausgezeichnet. Bereits zum 17. Mal wurden Häuser mit besonders energiesparenden und innovativen Technologien prämiert.

Die diesjährige Gewinnerin, Natalie Luft, überzeugte die Fachjury mit ihrem Neubau in Straubenhardt. Das Einfamilienhaus verfügt über sehr gute Wärmedämmung und eine Fotovoltaikanlage mit sehr hohem Deckungsgrad. Weitere Pluspunkte sammelte das energetisch vorbildliche Wohnhaus durch die Nutzung von Fernwärme aus Biomasse mit Fußboden-Heizung. Die Energiebilanz des Einfamilienhauses setzte sich deutlich von den anderen Bewerbern ab und sicherte sich so den Sieg. Oberbürgermeister Gert Hager gratulierte der Gewinnerin und überreichte den Hauptgewinn, einen Goldbarren im Wert von 1000 Euro.

„Die Gewinner können stolz sein, sowohl etwas für den eigenen Geldbeutel und das Gewissen, als auch für die Umwelt getan zu haben“, sagte Hager. Der Preis sei ein wichtiges Signal an die Gesellschaft und zeige, dass langfristiges Denken sich auszahle.

Bei der Preisverleihung wurden noch weitere vorbildliche Energiekonzepte aus Pforzheim und dem Enzkreis ausgezeichnet. Alle Preisträger wurden nach einer Vorauswertung durch das Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg von einer neutralen Fachjury unter der Leitung von Gebäudeenergieberaterin Janine Mielke ausgewählt. „Es gibt immer viele Diskussionen über die Bewerber und es wird um jeden Punkt gerungen“, so Energieberater Alexander Greschik. Während es in den vergangenen Jahren bis zu 120 Bewerber gab, waren es in diesem Jahr lediglich elf. „Wir haben die Kriterien stark erhöht, der Anspruch an die Gebäude ist gestiegen“, so Greschik. Der Preis soll eine Motivation für Bauherren darstellen, energiesparend zu bauen und neue Technologien einzubinden. Den zweiten Preis erhielt Daniel Mayer aus Engelsbrand für seinen Neubau, der mehr als die Hälfte des Warmwasserbedarfs über eine eigene Solarthermieanlage erzeugt, eine vorbildliche Dämmung sowie einen Pelletofen besitzt. Dass nicht nur Neubauten eine vorzügliche Energiebilanz aufweisen können, bewies Adalbert Luft aus Straubenhardt. Er belegte mit seinem Altbau (1979) den dritten Platz.