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11.11.2015

Vermieter müssen Wasser selbst abrechnen

Es bestehe Klärungsbedarf, sagte der Vorsitzende Hans-Joachim Hartmann – und was bei der Sitzung des Haus- und Grundbesitzervereins am Dienstagabend folgte, gab ihm recht. Christian Schneider und Volker Tantow von den Stadtwerken Pforzheim (SWP) mussten sich einige Fragen und Unmutsäußerungen im Malersaal des Kulturhauses Osterfeld anhören.

Hintergrund ist die Entscheidung der SWP, zum Jahresende die Wasserverteilung für Trink- und Schmutzwasser zu kündigen. Das bedeutet, dass die Inhaber die Abrechnung mit den Mietern selbst organisieren müssen. Schneider, Prokurist und Leiter der Hauptabteilung Markt, legt die Gründe dar, die die SWP bereits in ihren Schreiben an die Verantwortlichen genannt haben. Dort heißt es: „Wir mussten unser komplettes Abrechnungssystem an die gesetzlichen Vorgaben zur Trennung von Netz und Vertrieb anpassen. Deshalb können wir im Bereich Trinkwasser die Wasserverteilung nicht mehr zu einem wirtschaftlich vertretbaren Aufwand vornehmen.“ Zudem seien die SWP verpflichtet „den Gebührenbescheid für das Schmutzwasser direkt an den Grundstückseigentümer oder deren Verwaltungen zu schicken“.

Schneider erfüllt diese Passage mit Leben, erklärt, dass durch die Bestimmungen künftig eine eigene Abteilung für die Trinkwasser-Abrechnung notwendig wäre, was zu Kosten führen würde, die über jenen der entsprechenden Dienstleister lägen. Statt 25 Euro würde gut und gerne das Fünffache anfallen. „Wir hätten das Angebot gerne beibehalten“, sagt er und erinnert daran, dass der Pforzheimer Service in Deutschland einmalig gewesen sei.