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Insgesamt 40 Hunde der DRK-Rettungshundestaffel und 85 Helfer sind im Einsatz. © Ketterl
Lagebesprechung bei den Einsatzkräften des DRK im Kanzlerwald. © Kneis
Die Rettungshundestaffel des DRK Pforzheim Enzkreis im Kanzlerwald. © Kneis
10.05.2018

Vermisster aufgefunden: 40 Hunde und 85 Helfer bei Suchaktion im Kanzlerwald

Pforzheim. Seit Dienstagnachmittag wurde ein in Pforzheim wohnhafter 41 Jahre alter Mann vermisst, der an einer psychischen Erkrankung leidet und auf die Einnahme von Medikamenten angewiesen ist. Am Donnerstag lief seit dem Vormittag eine groß anglegte Suchaktion im Kanzlerwald, bis der Mann schließlich am Donnerstagabend gefunden wurde. Laut DRK war es der größte Einsatz seit zwei Jahren in der Region.

Großangelegte Suchaktion nach Vermisstem im Kanzlerwald

Angehörige hatten am Mittwochvormittag eine Vermisstenanzeige erstattet, nachdem der 41-Jährige gegen 9.15 Uhr im "Kanzlerwald", im Bereich des römischen Gutshofes, gesehen wurde und flüchtete. Die in der Folge eingeleiteten Suchmaßnahmen der Polizei unter Einsatz eines Hubschraubers sind jedoch erfolglos geblieben und wurden gegen 13.20 Uhr eingestellt. Am darauffolgenden Donnerstag startete vormittags eine große Suchaktion, bei dem zahlreiche Rettungshundestaffeln eingesetzt waren: Die Teams kamen nicht nur vom hiesigen DRK-Kreisverband Pforzheim-Enzkreis, sondern waren auch aus Stuttgart, Karlsruhe, Freudenstadt, Calw und Heidelberg angereist. Zusätzlich waren die BRH-Rettungshundestaffel Nördlicher Schwarzwald e.V., die DRK-Einsatzführungsunterstützung und die Ehrenamtlichen des DRK-Ortsverein Pforzheim unter der Führung der DRK-Kreisbereitschaftsleitung der hiesigen Rettungshundestaffel im Einsatz. Insgesamt waren 85 Helfer und 40 Hunde sowie mehrere Polizeibeamte vor Ort. Speziell geschulte Mantrailer und Flächensuchhunde waren unterwegs, um den Mann zu finden.

Bildergalerie: Suchaktion nach vermisstem Pforzheimer im Kanzlerwald

Gegen 14 Uhr hatte es eine vermeintliche Sichtung des Vermissten gegeben, gefunden wurde er jedoch zunächst nicht. Laut Auskunft des DRK-Kreisbereitschaftsleiters Dominique Krueger sollte sie erst abgebrochen werden, wenn die Dunkelheit hereinbreche. Doch dann die Wende: Gegen 20 Uhr wurde der Vermisste entdeckt. Ein Autofahrer hatte den Mann nahe dem Waldstück beim Haidach gesichtet und es den Einsatzkräften gemeldet. Schnell waren Polizei und DRK benachrichtigt und ein Mantrailer losgeschickt. Die Einsatzkräfte hatten dann Sichtkontakt mit dem Gesuchten, doch der Mann rannte davon. Als der Vermisste eine Verschnaufpause brauchte, entdeckten ihn drei DRK-Kräfte und kümmerten sich um ihn. Dem Mann geht es laut Auskunft von DRK-Pressesprecherin Daniela Kneis gut, weil er aber drei Tage lang verschwunden war, wurde er vorsichtshalber vom Rettungsdienst betreut. 

Abschnittsweise waren Teile der Wurmberger Straße zwischen dem Kreisverkehr und der Hagenschieß-Siedlung gesperrt, um für die Sicherheit der Hundestaffeln zu sorgen. Der DRK-Kreisbereitschaftsleiter Krueger lobte die Zusammenarbeit zwischen allen Rettungskräften, die harmonisch und reibungslos abgelaufen war.

Ähnliche Suchaktionen fanden in Pforzheim bereits einige Male statt. Im Jahr 2004 suchten Polizei, Feuerwehr und Technisches Hilfswerk sowie zahlreiche Ehrenamtliche ein vermisstes Mädchen. Leider konnte es nur noch tot entdeckt werden. Zum Artikel: Vermisstenfall geht glimpflich aus - andere enden tödlich