nach oben
31.10.2009

Verpuffung lässt Gebäudeteile auf Straße fliegen

PFORZHEIM. Fensterscheiben zersplittern, Türen bersten, Fassadenteile werden auf die Straße geschleudert: eine Verpuffung in einem Mehrfamilienhaus an der Gneisenaustraße sorgt am Samstag um 13.45 Uhr für Aufregung.

Bildergalerie: Verpuffung in der Nordstadt

„Glücklicherweise wurde niemand verletzt, und der Schaden hält sich mit rund 15 000 Euro in Grenzen“, so die Polizei am Sonntag auf Anfrage der PZ. Allerdings sei die Wohnung zum momentanen Zeitpunkt nicht nutzbar, weshalb die Bewohner durch die Stadt Pforzheim in einer Notunterkunft untergebracht worden seien. Wo diese Unterkunft ist, konnten am Sonntag weder Polizei noch Feuerwehr noch Rotes Kreuz sagen, da nach Angaben der Polizei das Amt für öffentliche Ordnung die Unterkunft zur Verfügung gestellt habe und am Sonntag kein Behördenvertreter des Amtes erreichbar gewesen sei.

Ursache noch unklar

Die Ursache für die Explosion ist noch unklar, weshalb die Kriminalpolizei die Ermittlungen aufgenommen hat. Hinweise auf eine vorsätzliche Tat gibt es aber laut Auskunft der Polizei nicht.

Nach den bisherigen Erkenntnissen der Polizei wollte sich ein 21-jähriger Wohnungsbewohner im dritten Stock des Mehrfamilienhauses Essen kochen. Dazu erhitzte er Fett in einer Pfanne. Als er kurzzeitig die Küche verlassen hatte und zurückkam, qualmte es bereits stark.

Die Rauchentwicklung war der Feuerwehrleitstelle in Pforzheim über die Euro-Notrufnummer 112 gemeldet worden. „Der Anrufer wurde angewiesen, die Türen zu schließen und die Wohnung zu verlassen, was er auch tat. Kurz darauf kam es zu der Verpuffung“, so die Feuerwehr.

Starke Druckwelle

„Durch die Explosion in der Küche wurde die gesamte Fensterfront aus der Verankerung gerissen“, teilt die Polizei mit. Die Feuerwehr ergänzt: „Die Druckwelle war so stark, dass in der Wohnung Fensterscheiben und Türen barsten. Rolladenteile, Glassplitter und Fassadenteile wurden auf die Straße geschleudert.“

Bei der Feuerwehr gingen nach dem lauten Knall zahlreiche Notrufe ein. Die Feuerwehr rückte mit fünf Fahrzeugen und 14 Mann aus, wobei auch Freiwillige Feuerwehrleute und dienstfreie Kräfte der Berufsfeuerwehr alarmiert wurden.

Kleinbrand war zu löschen

„In der Wohnung war jedoch nur noch ein Kleinbrand zu löschen. So konzentrierten sich die Einsatzkräfte auf Aufräumungsarbeiten und die Unterstützung der Polizei“, teilt die Feuerwehr mit. Neben Feuerwehr und Polizei war auch das Rote Kreuz mit einem Fahrzeug am Einsatzort.
Parallel zu diesem Einsatz musste die Feuerwehr zu einem Brandmeldealarm im Altgefäll ausrücken, der sich als Fehlalarm entpuppt hatte.