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02.06.2008

Verstärkte Polizeikontrollen gegen Disco-Randale auf der Wilferdinger Höhe

PFORZHEIM. Als Problemfelder der Discotheken-Szene auf der Wilferdinger Höhe bezeichnet die Polizeidirektion Pforzheim: räumliche Nähe zu Tankstellen mit 24-Stunden-Betrieb mit reichhaltigem Angebot von Alkohol; Zusammentreffen einer großen Anzahl meist alkoholisierter Jugendlicher; die um Mitternacht die Discos verlassen müssen; gemeinsames Nutzen der einzigen Busverbindung gegen Mitternacht zurück in die Stadt.

Mit einem hohen personellen Aufwand ist es der Polizei gelungen, die Zahl der Straftaten zu verringern. Waren es im dritten Quartal 2007 noch 2200 Einsatzstunden, so wurden diese im vierten und dann im ersten Quartal 2008 auf jeweils rund 1400 Einsatzstunden zurückgenommen.

Nachdem die Zahl der Straftaten im Jahr 2006 drastisch zugenommen hatte, waren diese mit Beginn der Videoüberwachung im August 2007 (mittlerweile wurde diese eingestellt) zurückgegangen. Im direkten Zusammenhang mit der Erlebnisgastronomie auf der Wilferdinger Höhe sah die Polizei 137 Delikte der Körperverletzung (66 gefährliche) im Jahr 2006. Im Vorjahr waren es noch 77 (38). In 29 (11)Fällen wurden die Körperverletzungen von mehreren Personen begangen. Die Sachbeschädigungen gingen von 31 auf 20 zurück.

Fast alle Delikte werden in den Nächten auf Samstag und Sonntag begangen. Bei den Tatverdächtigen halten sich Personen unter und über 21 Jahre die Waage. Jeder Dritte stand unter Alkohol. 21 Personen mussten die Nacht in der Zelle verbringen.

Die Polizei wird auch weiterhin an den Wochenenden mit verstärkten Streifendiensten im Umfeld der Discotheken präsent sein. Denn, so Reiner Sonnet, der Leiter des Einsatz- und Führungsstabes: „Ohne Kontrollen ist die beruhigte Situation schnell verpufft.“

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