nach oben
Ein 28-Jähriger ist von vier Männern in ein Auto gezogen geworden. Dann wurde er in einer Seitenstraße abgeladen und brutal zusammengeschlagen.
Ein 28-Jähriger ist von vier Männern in ein Auto gezogen geworden. Dann wurde er in einer Seitenstraße abgeladen und brutal zusammengeschlagen. © dpa
07.04.2011

Versuchter Totschlag im Unteren Enztal

PFORZHEIM/KARLSRUHE. Die Pforzheimer Staatsanwaltschaft hat zum zweiten Mal innerhalb von zwei Wochen bei Karlsruher Schwurgericht Anklage wegen versuchten Totschlags erhoben. Im jüngsten Fall müssen sich vier Angeklagte zwischen 25 und 48 Jahren verantworten. Verhandelt werden zwei Fälle. Beide spielen im Unteren Enztal.

Die erste Tat ereignete sich am 28. Januar. An jenem Tag war in der Obdachlosensiedlung im Osten Pforzheims ein 45-Jähriger niedergeschlagen worden. Die mutmaßlichen Täter, so Oberstaatsanwalt Christoph Reichert, hätten lebensgefährliche Verletzungen in Kauf genommen.

Noch schlimmer war es am 30. Januar: Ein 56 Jahre alter Mann wurde ebenfalls zusammengeschlagen. Die Angeklagten ließen ihn liegen. Wäre er nicht gefunden, ins Krankenhaus gebracht und ins künstliche Koma versetzt worden, wäre er wahrscheinlich gestorben – deshalb der Anklagevorwurf des versuchten Totschlags in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung mittels einer lebensgefährlichen Behandlung, wie dies im Strafgesetzbuch heißt.

Die andere Tötungs-Anklage aus Pforzheim betrifft den Vize-Chef der örtlichen Hells Angels. Der Rocker soll bei einer Auseinandersetzung mit Mitglieder der rivalisierenden Türsteher-Clique United Tribuns in Tötungs-Absicht auf dem Areal des Güterbahnhofs mit einem Revolver in deren Richtung geschossen haben. ol