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Wohl bis zu 800 befristete Verträge soll Amazon ab dem 31.12.2012 nicht verlängern. Und das angeblich, ohne das Wissen der Angestellten. © dpa
29.12.2012

Verträge nicht verlängert: Groll auf Amazon enorm

Pforzheim. Wohl bis zu 800 befristete Verträge soll Amazon ab dem 31.12.2012 nicht verlängern. Und das angeblich, ohne das Wissen der Angestellten. Einige der Arbeiter dachten, es handele sich lediglich um eine Art Probezeit, viele der nun Arbeitslosen betonen, dass sie nicht als Saisonarbeiter eingestellt worden seien. Auf PZ-news hat die Nachricht um den Online-Versandriesen eingeschlagen wie eine Bombe.

Bildergalerie: Entrüstung bei Mitarbeitern von Amazon Pforzheim

Seit Freitagabend diskutieren etliche Menschen auf der Facebook-Seite von PZ-news. Eines lässt sich klar feststellen: Die Entlassungswelle stößt den meisten bitter auf.

Bildergalerie: Zu Besuch bei Amazon in Pforzheim

Viele Facebook-User kündigten sogar an, künftig nicht mehr beim Online-Versandhändler bestellen zu wollen. Eine Frau betonte, dass auch die Einstellung der Gesellschaft, möglichst viel für wenig Geld zu bekommen, eine maßgebliche Rolle spielen könnte. Wenn jeder alles billig erstehen möchte, zeige sich das am Ende der Kette nicht zuletzt am Lohn der Arbeiter.

Geschockt sind die Menschen von der Spontaneität der Kündigungs-Aktion. "Unmenschlich" und "herzlos" sei es, nach Schichtende etliche Arbeiter einfach so vor die Tür zu setzen. Einige betonten dennoch, dass im Wort Saisonarbeiter die Bedeutung einer befristeten Arbeitszeit fest verankert sei.

Viele User fühlten sich auch in ihren ersten Bedenken bestätigt und führten vor allem den amerikanischen Führungsstil der Firma als Argument für so viel Rücksichtslosigkeit im Umgang mit den Arbeitern an. Die Enttäuschung ist und bleibt groß. Vor allem weil sich viele eine angemessene Arbeitnehmer-Behandlung wünschten und einen "Job mit Zukunft und Perspektive".

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