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22.12.2015

Vertraute Bilder, fremde Bräuche

Pforzheim/Italien. Wohin man derzeit in Italien auch kommt, es weihnachtet unübersehbar. Und das, wo das Fest doch in die Orangen- und Zitronenernte fällt – und die damit so gar nicht in unsere Vorstellung einer weißen Weihnacht „hineinpasst“. Wie in Deutschland sind die Geschäfte und die Straßen bunt beleuchtet, und die Kinder drücken sich mitunter an den Schaufenstern der Spielwarengeschäfte die Nasen platt.

So mancher italienische Weihnachtsbrauch bleibt aus deutscher Sicht ungewöhnlich. In Italien sagt man, in der Christnacht sei alles möglich. Die Bösen würden gut, die Geizigen großzügig, und es würden sich die geheimsten Wünsche verwirklichen. Andere Dinge sind wohlbekannt. Der Christbaum etwa, der nach dem Zweiten Weltkrieg aus den Alpenregionen nach Italien einwanderte, sowie auch alte Weihnachtsbräuche, die sich mit der Zeit immer weiter in den Süden des Landes verbreiteten und mit den dortigen regionalen Ritualen vermischten.