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Auf der A8 zwischen den Anschlussstellen Pforzheim West und Pforzheim Nord kam es am Samstagnachmittag zu einem schweren Verkehrsunfall. Unter den drei Schwerverletzten befindet sich ein acht Monate altes Kind. 

Verursacher flüchtet nach schwerem Unfall auf der A8

Zu einem schweren Verkehrsunfall kam es am Samstagnachmittag auf der A8 zwischen den Anschlussstellen Pforzheim West und Pforzheim Nord. Drei Menschen wurden schwer verletzt, darunter ein acht Monate altes Kind. Der Unfallverursacher flüchtete.

Etwa 1200 Meter vor der Ausfahrt Pforzheim Nord war ein 36-jähriger Mann aus dem Ortenaukreis mit seinem Opel Combo auf dem mittleren von drei Fahrstreifen unterwegs. Auf diesem Fahrstreifen näherte sich ein silberner Audi mit Karlsruher Kennzeichen mit hoher Geschwindigkeit. Aus unbekanntem Grund fuhr der Audi sehr nah an den Opel Combo heran und riss erst im letzten Moment sein Steuer herum. Dadurch übersteuerte das Fahrzeug nach links in Richtung der Betongleitwand. Um einen Aufprall zu vermeiden, zog der Audi-Fahrer wieder nach rechts, kam ins Schleudern und prallte seitlich gegen einen Opel Kadett, der auf dem rechten Fahrstreifen fuhr.

Der Opel Kadett wurde dadurch von der Fahrbahn gedrängt, musste auf die Böschung fahren und überschlug sich dort. Im Fahrzeug saß eine junge Familie aus dem Enzkreis. Die 30 und 31 Jahre alten Eltern und ihr acht Monate alter Sohn wurden dabei schwer verletzt. Die Frau musste mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen werden. Lebensgefahr bei den Verletzten besteht nicht.

Der Unfallverursacher landete mit seinem stark unfallbeschädigten Auto im Grünstreifen. Er stieg aus, sah sich seinen Schaden an und fuhr danach einfach weiter. Allerdings ließ er an der Unfallstelle eines seiner Fahrzeugkennzeichen zurück. Der Unfallflüchtige konnte bislang noch nicht festgenommen werden. Der Tatverdacht richtet sich gegen den 49-jährigen Halter des Fahrzeugs aus dem Landkreis Karlsruhe.

Durch herumfliegende und auf der Fahrbahn liegende Trümmerteile wurden außerdem mehrere Pkw und ein Sattelzug beschädigt. Der Sachschaden beläuft sich auf mindestens 15.000 Euro.

Zur Bergung der Verletzten und zur Räumung der Unfallstelle waren zwei Notärzte, zwei Rettungswagen der Hilfsdienste und acht Mann der Berufsfeuerwehr Pforzheim im Einsatz.

Die Richtungsfahrbahn Stuttgart musste während der Landung des Rettungshubschraubers zwischen 18.13 und 18.36 Uhr komplett gesperrt werden.

Danach konnte der Verkehr auf zwei Fahrstreifen an der Unfallstelle vorbeigelenkt werden. Um 19.10 Uhr war die Autobahn wieder ungehindert befahrbar. Es bildete sich ein Rückstau von bis zu 5 km Länge.