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Ein verurteilter Schläger ist vor Gericht erneut ausgerastet.
Ein verurteilter Schläger ist vor Gericht erneut ausgerastet. © dpa
04.04.2011

Verurteilter Schläger rastet im Gericht erneut aus

PFORZHEIM. Ein 23-jähriger Pforzheimer, der sich einer vorsätzlichen Körperverletzung strafbar gemacht hat, verließ vor den Augen von Richterin Stephane Ambs und während der Urteilsverkündung den Verhandlungssaal im Amtsgericht Pforzheim. Dabei verließ der Angeklagte schimpfend den Raum.

Seinen Aggressionen ließ der Mann dabei an der Saaltür freien Lauf, die er heftig zuknallte. Ganz anders ein verheirateter Familienvater, der am 23. November 2010 beim Einkauf in der Goethegalerie die Fäuste des 23-Jährigen zu spüren bekommen sollte.

Nach einem relativ harmlosen Streit um den besten Platz an der Kasse hatte der Angeklagte dem Geschädigten ohne rechtfertigenden Grund mehrfach ins Gesicht geschlagen. Der Geschlagene erlitt dabei zahlreiche Frakturen im Gesicht samt Oberkieferprellung, auch drei Zähne verloren ihren festen Sitz. Der Mann war zwei Wochen arbeitsunfähig und leidet noch heute an den Folgen des tätlichen Übergriffs. „Nur weil der mehr abbekommen hat, muss ich vor Gericht“, wollte der sich selbst verteidigende Angeklagte die alleinige Schuld an der Keilerei von sich weisen.

Auch der Geschädigte hätte zugeschlagen und dem Angreifer sogar eine leichte Verletzung im Gesicht zugefügt. „Deshalb muss ich freigesprochen werden, außerdem gibt es keine Beweise“, beantragte der Angeklagte. Davon ließ sich jedoch Stephane Ambs nicht beeindrucken und verurteilte den Schläger wegen vorsätzlicher Körperverletzung zu einer Geldstrafe von 800 Euro. Damit folgte die Richterin auch dem Strafantrag von Sarah Haghdoust, Rechtsreferendarin der Staatsanwaltschaft.

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