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Die strukturellen Veränderungen müssen angesichts der offenen Bäderfrage hintanstehen. Seibel/PZ-Archiv
Die strukturellen Veränderungen müssen angesichts der offenen Bäderfrage hintanstehen. Seibel/PZ-Archiv
18.01.2016

Verzögerung bei Bäderkarten – Kassenumstellung zunächst auf Eis gelegt

Pforzheim. Die Kassenumstellung bei den städtischen Bädern verzögert sich. Das teilt die Stadtverwaltung auf PZ-Anfrage mit. „Die Planungen ruhen derzeit“, so Pressesprecher Philip Mukherjee. „Der Hintergrund dafür ist, dass die Grundsatzentscheidungen zur Pforzheimer Bäderlandschaft noch ausstehen.“ Derzeit werde geprüft, ob das derzeitige Kassensystem noch etwas länger in Betrieb bleiben könne oder ob alternativ eine Übergangslösung in Betracht komme.

Dies bedeutet auch, dass die Geldwertkarten vorerst weiterhin Bestand haben. „Sie sind unter den Bedingungen des jetzigen Systems natürlich weiterhin verwendbar“, so Mukherjee. Ausgenommen davon sei das Bad in Brötzingen, das übergangsweise öffentlich zugänglich ist. Allerdings hat derzeit außer Brötzingen lediglich das Stadtteilbad Eutingen geöffnet – und auch dies werktags nur wenige Stunden.

Guthaben bleiben erhalten

Auch wenn es letzten Endes an eine Umstellung der Kassen geht, werde niemand sein Geld verlieren. „Entweder wird es ein Äquivalent – andere Karten, Chips oder Ähnliches – geben, gegen das man die jetzigen Geldkarten austauschen kann, oder man lässt sich sein Restguthaben auszahlen“, sagt Mukherjee.

Wer angesichts der fehlenden Bademöglichkeiten bereits heute die Geldwertkarte zurückgeben möchte, könne dies ebenfalls tun – in der Verwaltung der Goldstadtbäder, die über das Kreativzentrum, Emma-Jaeger-Straße 20, zugänglich ist. Die Kunden erhalten dann den Restbetrag abzüglich des anteiligen Rabatts auf ihr Konto überwiesen.

Eine solche Entscheidung im großen Stil hätte auch wirtschaftliche Auswirkungen: Insgesamt belaufe sich der Wert, der auf alle Geldwertkarten zusammengenommen geladen worden sei, auf rund 280 000 Euro.