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Gerast, gedrängelt, auf dem Standstreifen den Stau überholt, in der Baustelle zu schnell, vier abgefahrene Reifen, kein gültiger Führerschein, per Haftbefehl gesucht - die Polizeibeamten einer zivilen Video-Streife staunten nicht schlecht, als sie auf der A8 vor Pforzheim-West einen Skoda-Fahrer kontrollierten.
Gerast, gedrängelt, auf dem Standstreifen den Stau überholt, in der Baustelle zu schnell, vier abgefahrene Reifen, kein gültiger Führerschein, per Haftbefehl gesucht - die Polizeibeamten einer zivilen Video-Streife staunten nicht schlecht, als sie auf der A8 vor Pforzheim-West einen Skoda-Fahrer kontrollierten. © Symbolbild: dpa/Dietz
10.08.2015

Video-Streife greift auf A8 einen mit Haftbefehl gesuchten Raser heraus

Pforzheim. Da staunten die Autobahnpolizisten nicht schlecht, als sie auf der A8 zwischen den Anschlussstellen Karlsbad und Pforzheim-West einen 34-jährigen Skoda-Fahrer kontrollierten. Die größte Überraschung: Der Raser und Drängler wurde mit Haftbefehl gesucht. Am Ende kamen etliche Vergehen zusammen, die den Mann einige Tausend Euro kosteten.

Aufgefallen war er den Polizisten am Sonntagvormittag auf der A5. Der von Emmendingen kommende 34-Jährige war mit seinem Skoda einem zivilen Videofahrzeug der Polizei zu dicht aufgefahren. Nachdem er das Polizeifahrzeug überholt hatte, fuhr er an dem Stau der sich vor der Baustelle am Karlsruher Dreieck gebildet hatte mit rund 100 Stundenkilometern auf dem Standstreifen vorbei. Auf der A8 überschritt der die Höchstgeschwindigkeit innerhalb der Baustelle um 50 Stundenkilometer. Der Raser konnte schließlich an einem Parkplatz zwischen den Anschlussstellen Karlsbad und Pforzheim-West von der zivilen Autobahnstreife angehalten werden.

Eine Überprüfung ergab, dass er mit Haftbefehl gesucht wurde, da er eine rund halbjährige Restfreiheitsstrafe nicht angetreten hatte. Nachdem er einen Geldbetrag von mehreren Tausend Euro bezahlt hatte, konnte er eine sofortige Haft abwenden. Doch dieser tiefe Griff ins Portemonnaie war noch nicht tief genug.

Die Beamten haben schon einmal die Vergehen summiert und grob überschlagen, was noch auf den Skoda-Raser an Bußgeldern zukommen könnte. Das dürften rund 1400 Euro sein, wobei es schwieriger ist, die Anzahl der Punkte für die Flensburger Verkehrssünderkartei zu bestimmen, von denen er aber sicherlich auch mehrere bekommen dürfte. Dass an seinem Auto alle vier Reifen abgefahren waren, stellten die Beamten nebenbei fest. Faszinierender war der polnische Führerschein, den der 34-Jährige vorlegte. Seinen deutschen Führerschein hatte er schon zuvor abgeben müssen. Jetzt kommen noch einmal zwei Monate Fahrverbot hinzu. Seinen Skoda musste er auf dem Autobahnparkplatz stehen lassen. Ihn erwartet nun zusätzlich noch ein Strafverfahren wegen Fahrens ohne Führerschein.

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