nach oben

Jugendgemeinderat

„Stallwache“ zwischen den Jahren: Die gesamte Post geht aktuell über den Tisch von Sozialbürgermeisterin Monika Müller, die Pforzheim im Frühjahr verlässt.
„Stallwache“ zwischen den Jahren: Die gesamte Post geht aktuell über den Tisch von Sozialbürgermeisterin Monika Müller, die Pforzheim im Frühjahr verlässt.
28.12.2017

Viel Arbeit bis zu Monika Müllers Abschied

Pforzheim. Ein Ausklang sieht anders aus. Arbeitsamer Alltag herrscht im Büro von Pforzheims Sozialbürgermeisterin. Dabei rückt Monika Müllers Wechsel in das Wolfsburger Rathaus näher.

Wohl Mitte März wird die 43-Jährige mit ihrer Familie die Goldstadt verlassen, um in Niedersachsen in ähnlicher Position – dort heißt das Stadträtin – die Bereiche Soziales, Gesundheit und Sport voranzubringen. Bis dahin bleibt viel zu tun – beruflich wie privat.

Aktuell schiebt Müller „Stallwache“. OB Peter Boch weilt wie die Bürgermeisterkollegen Dirk Büscher und Sibylle Schüssler im Urlaub. Die gesamte Post geht nun über Müllers Tisch, die bis zu ihrem Wechsel noch einiges bewegen will. Zeit für Sentimentalitäten bleibt da kaum. Auch wenn Müller einräumt, dass ihr der Abschied von ihrem „liebgewonnenen Team“ schwerfällt und sie die Touren mit dem Rad vom Wohnhaus im Rod entlang der Enz zum Rathaus vermissen wird. Das Dienst-Pedelec bleibt hier. Im flachen Wolfsburger Land will sie ohne elektrische Unterstützung zur Arbeit radeln. Weiter als acht bis zehn Kilometer sollte ihre neue Bleibe also nicht von der Dienststelle entfernt sein, sagt die Bürgermeisterin schmunzelnd.

Das Haus in Pforzheim verkaufen, nach einem neuen in der VW-Stadt Ausschau halten, Betreuungseinrichtungen für ihre Kinder suchen: Das alles läuft nebenher und in zwei Urlaubsphasen in der kommenden Woche sowie in den Faschingsferien. Bis dahin wird Müller noch in zwei Sitzungsrunden ihre Fachausschüsse leiten. Und sie will Weichen stellen, wo es geht.

So wolle sie etwa die Übertragung der städtischen Anteile an der SjR Betriebs GmbH auf den Verein Stadtjugendring „auf die Spur setzen“. Die Geschäftsführerstelle werde ausgeschrieben, „und ich werde bei der Auswahl mit dabei sein“, sagt Müller.

Auch die Suche nach einer Inklusionsbeauftragten kann die Sozialdezernentin mitbegleiten, die froh ist, dass eine hauptamtliche Stelle geschaffen wird. Sie hoffe, dass Sport und Schulen bei der Bäderplanung mehr Gehör finden: „Das sind die ganz wesentlichen Nutzer, die müssen mit einbezogen werden“. In die Ausgestaltung der neuen Stelle für Familienfreundlichkeit wolle sie sich gern einbringen, auch wenn diese beim OB angesiedelt ist. Für den Jugendgemeinderat will Müller die Weichen so stellen, dass er „verschlankt und jugendnah ausgestaltet“ wird:

Integrationsmittel seien ausgeschrieben, die es nun möglichst effektiv zu vergeben gelte – auch in Kooperation mit dem neuen Internationalen Beirat, den Müller schon jetzt als „eine Bereicherung“ empfindet. Und dann würde sich die Sportbürgermeisterin und regelmäßige Besucherin von CfR-Fußballspielen freuen, „wenn ich zumindest den Abriss der alten Tribüne miterleben dürfte“. Die Sanierung im Brötzinger Tal zieht sich eine gefühlte Ewigkeit hin: „Wenn ich es zeitlich hinbekomme, komme ich zur Eröffnung.“

Mehr lesen Sie am Freitag in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.