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Verdiente Anerkennung (von links): Der Ortsbeauftragte Bernd Braun gratuliert Matthias Zech und Frank Winterfeldt zum bronzenen Ehrenzeichen. Das silberne Ehrenzeichen hat Gerd Friedsam an Volker Hohmann überreicht. 

Viel Lob für Lebensretter: Pforzheimer THW ehrt besonders engagierte Mitglieder

Pforzheim. Von herausragendem Engagement ist die Rede, von außergewöhnlichem Einsatz und von großen Leistungen: Viele lobende Dankesworte, viel im Stehen gespendeten Applaus und jede Menge guter Wünsche für die Zukunft gibt es am Samstagvormittag im mittleren Saal des CongressCentrums Pforzheim (CCP).

Zahlreiche Vertreter der Kommunal-, der Landes- und Bundespolitik sind erschienen, um ihre Anerkennung für diejenigen zum Ausdruck zu bringen, die sich ehrenamtlich und in ihrer Freizeit in Blaulichtorganisationen zum Wohl der Allgemeinheit einsetzen.

In besonderer Weise trifft dies auf Volker Hohmann, Frank Winterfeldt und Matthias Zech zu, die für ihr langjähriges Wirken im Technischen Hilfswerk geehrt werden: Winterfeldt und Zech mit dem Ehrenzeichen in Bronze, Hohmann mit dem Ehrenzeichen in Silber.

„Sie zeigen, wie wichtig Engagement und Einsatz sind und was man im Team leisten kann“, sagt Gerd Friedsam – nicht nur zu den Geehrten, sondern auch zu den übrigen anwesenden Helfern des THW.

Der Präsident der Bundesanstalt betont, das THW sei eine wachsende Organisation mit permanent steigenden Helferzahlen. Dass es trotz Corona in den vergangenen zweieinhalb Jahren nie gravierende Einschränkungen in der Einsatzfähigkeit gegeben habe, zeige, dass Blaulichtorganisationen wie das THW ein Gen dafür hätten, mit Gefahrensituationen umzugehen.

Corona, Flut und Krieg

Nicht nur einmal betont Friedsam, wie wichtig eine gute Zusammenarbeit der verschiedenen Blaulichtorganisationen bei der Gefahrenabwehr heute und in Zukunft ist. Er sagt, die derzeitige Gesamtlage übertreffe alle Einsatzszenarien, die man sich in den vergangenen 30 Jahren vorgestellt habe. Neben Corona denkt Friedsam dabei vor allem an die Flutkatastrophe im Ahrtal und an den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg Putins gegen die Ukraine, aber auch an die Häufung der Waldbrände und von Fischsterben im vergangenen Sommer, die Blaulichtorganisationen in diesem Ausmaß ebenfalls vor Herausforderungen stellen.

Eine Stärkung des Zivil- und Katastrophenschutzes hält er daher für unbedingt notwendig. Das THW habe dazu seine Themen in den Prozess eingebracht, erklärt Friedsam, der gespannt ist, was davon wirklich umgesetzt wird. Für ihn steht fest, dass es für starkes ehrenamtliches Engagement auch weiterhin eine auskömmliche Finanzierung der Ortsverbände braucht.

Dem Pforzheimer Ortsverband dankt Dirk Büscher für die vielen Einsätze, bei denen er immer tatkräftige Unterstützung leiste. Ein Engagement, das der Erste Bürgermeister nicht als selbstverständlich hinnimmt: „Ohne Ihre Hilfe wären viele Leistungen, die die Gesellschaft abruft, gar nicht erfüllbar.“ Der Pforzheimer Ortsverband sei mit rund 80 Helfern und Reserve-Helfern sehr gut aufgestellt, sagt Büscher und lobt dessen erstklassige Nachwuchsarbeit. Auch Sebastian Fischer betonte, letztlich komme es immer auf die Menschen an. Der Pforzheimer Feuerwehr-Kommandant spricht stellvertretend für die übrigen Blaulicht-Organisationen und erklärt, ein gutes Zusammenwirken aller Partner sei der Schlüssel zum Erfolg. In Pforzheim werde der Bevölkerungsschutz großgeschrieben, stellt Fischer heraus und verweist unter anderem auf das flächendeckende Sirenennetz und die mobilen Stromerzeuger. Aber er sagt auch, es werde zunehmend schwerer, Ehrenamtliche für die gute Sache zu begeistern.