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Die Eishalle im Enzauenpark.
Die Eishalle im Enzauenpark. © Seibel
Maxim Schein. Foto: Privat
Maxim Schein. Foto: Privat
09.11.2017

Viel mehr als nur ein Euro: Bieter für Eishalle St.-Maur meldet sich zu Wort

Pforzheim. Ende des Monats soll entschieden werden, welcher der Bieter den Zuschlag für den Kauf der St.-Maur-Halle bekommt. Maxim Schein hat der WSP einen Euro für die Eishalle geboten. Dafür will er 800.000 Euro investieren, um den Eissport in der Stadt langfristig zu sichern.

Seit 35 Jahren steht der gebürtige Russe Maxim Schein auf dem Eis. In Moskau spielte er in der Profijugend, bevor er 1992 nach Pforzheim kam. In der St.-Maur-Halle konnte er seinen Sport weiter ausüben. Der Verein half ihm, sich in der neuen Heimat einzuleben. Inzwischen ist der 41-jährige Maschinenbauingenieur stellvertretender Abteilungsleiter der Eissportabteilung des CfR und soll nach dem Abschied vom amtierenden Abteilungsleiter Marcus Voggenreiter dessen Job übernehmen.

Doch Schein sieht die Zukunft des Pforzheimer Eissports in Gefahr. „Als ich im Februar hörte, dass die Halle verkauft werden soll, bin ich zur WSP und habe ein Angebot gemacht“, erklärt Schein. Seine Angst: Ein Investor könne die Halle umfunktionieren, um den maximalen Gewinn zu erzielen. Mit Eissport sei dies schwer machbar. Scheins Vorschlag: Er selbst kauft die Halle und investiert 800 000 Euro, um die Anlage wieder auf Vordermann zu bringen. Dafür garantiere er für mindestens 30 Jahre den Fortbestand von „St-Maur“ als Eishalle. Der gebotene Kaufpreis wäre der symbolische Euro. Von einem Mindestkaufpreis sei laut Schein im Februar noch keine Rede gewesen.

Um kostendeckend zu arbeiten, will er selbst anpacken, um so Personalkosten einzusparen. Zusätzlich zu bestehenden Angeboten wolle er zudem ganzjährig Eiskunstlauf sowie ein Eishockey-Camp für Kinder während der Schulferien anbieten. Bei den Gesprächen mit der WSP habe man ihm im Februar noch erklärt, dass die Halle nur mit Zweckbindung verkauft werden würde. Dass dies nun doch nicht der Fall ist, macht Schein wütend: „Ich würde viel Geld sparen, wenn dem so wäre, denn dann würde ich mein Angebot zurückziehen.“ Für ihn gehe es einzig und allein um eine sichere Zukunft für den Eissport. „Ich hoffe mit ganzem Herzen, dass die Stadt die richtige Entscheidung trifft“, so der 41-Jährige.

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