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10.11.2011

Viele Fragen zum Kinderporno-Verdacht gegen Rektor

Pforzheim. Beispielweise beträgt die Einspruchsfrist 14 Tage. Reagiert der Angeklagte bis dahin nicht, ist der Strafbefehl rechtskräftig. Wenn nicht, kommt es zur erneuten Verhandlung vor dem Amtsgericht - mit der Konsequenz, dass der Staatsanwalt mehr fordern wird als die sechs Monate im Strafbefehl und der Verteidiger Freispruch, weil er die Auffassung vertritt, sein Mandant habe die Festplatte erworben, ohne zu wissen, was drauf war.

Das jedoch bestreitet ein Mann aus dem Raum Karlsruhe, der dem Rektor zwei Dateien per E-Mail geschickt hatte, auf denen Kinderpornografie abgebildet war. Von ihm, sagt der Mann aus Karlsruhe, stammten die Festplatten nicht. Er wurde mittlerweile wegen schweren sexuellen Missbrauchs seines elfjährigen Neffen zu einer mehrjährigen Gefängnisstrafe verurteilt.