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Trotz hohen Besuchs von CDU-Spitzenkandidat Guido Wolf (links) drehte sich bei der Kandidatennominierung am Freitagabend alles um Viktoria Schmid, aktuelle Landtagsabgeordnete für den Enzkreis und Landtagskandidatin für die kommende Wahl, sowie Ersatzkandidat Martin Gegenheimer (rechts). Foto: Seibel
Trotz hohen Besuchs von CDU-Spitzenkandidat Guido Wolf (links) drehte sich bei der Kandidatennominierung am Freitagabend alles um Viktoria Schmid, aktuelle Landtagsabgeordnete für den Enzkreis und Landtagskandidatin für die kommende Wahl, sowie Ersatzkandidat Martin Gegenheimer (rechts). Foto: Seibel © Seibel
07.03.2015

Viktoria Schmid kämpft um Enzkreis-Direktmandat

Nun ist amtlich, was jedem Beobachter vorher bereits klar gewesen sein dürfte. Nach 2011 wird auch bei der kommenden Landtagswahl in knapp einem Jahr wieder Viktoria Schmid für die CDU um das Direktmandat im Enzkreis kämpfen. Beim Nominierungsparteitag der Christdemokraten in der Bilfinger Weinbrenner-Kelter  stimmten 88 von 96 Stimmberechtigten für die 46-Jährige – zwei enthielten sich.

Zwölf von 95 Stimmen gegen sich hatte ihr Ersatzkandidat Martin Gegenheimer, der sich mit 86,4 Prozent Zustimmung ein zweites Mal als Stellvertreter durchsetzen konnte.

Gegenkandidaten hatte es für beide Bewerber ohnehin nicht gegeben. Dafür prominente Unterstützung. Unter den rund 150 Gästen befand sich neben regionalen Politgrößen auch der CDU-Spitzenkandidat für die Landtagswahl 2016, Guido Wolf, der in einer kämpferischen Rede an die Christdemokraten appellierte, sich für die Menschen in ihrer Region einzusetzen. Solche Politik brauche das Land und solche Politik mache auch Viktoria Schmid.

Diese nutzte die Steilvorlage und unterstrich in ihrer Bewerbungsrede die Wichtigkeit des ländlichen Raums für Baden-Württemberg, der von der grün-roten Landesregierung vernachlässigt werde. Großen Beifall bekam Schmid – wie auch Spitzenkandidat Wolf – für die Kritik am grün-roten Bildungssystem, Finanzhaushalt, der Verkehrspolitik und der Polizeireform. Die Quittung seien nun steigende Einbruchszahlen. „Jeder Einbruch ist ein Einbruch zu viel“, so Schmid.

Trotz oder gerade wegen des versprühten Kampfeswillens der Redner war für alle auch schon klar, wer ab 2016 Landesvater ist: Guido Wolf. Ersatzkandidat Martin Gegenheimer demonstrierte die Zerstückelung der Koalition, in dem er sich seiner grün-roten Krawatte mit einer schwarzen Schere nach und nach entledigte. Zu sagen hatte aber auch er etwas in seiner Bewerbungsrede. Zum Beispiel: Mit der AfD müsse man sich auseinandersetzen und sie stellen.