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Lutz Fügener sprach beim Studium generale
Visionen des Autodesigns beim Studium generale © Ketterl
26.05.2011

Visionen des Autodesigns beim Studium generale

PFORZHEIM: Mit dem Thema Zukunftsdesign ist das so eine Sache: Da machen sich Experten Gedanken über etwas, das für uns gestern noch unvorstellbar war, heute alltäglich und morgen veraltet ist.

Wie das im Bereich des Automobils funktioniert, erklärte Lutz Fügener, Professor für Transportation Design, am Mittwoch beim Studium generale einem großen Publikum. Eines seiner Beispiele war die Bluejeans: Diese zu tragen, galt anfangs zunächst als frech, dann – je älter sie wurde – zeigte sie allmählich Abnutzungsspuren und wurde sogar abgeschnitten und zerrissen modern. „Und heute wird die Jeans so hergestellt, dass die Löcher und Verwaschungen schon drin sind“, sagte Fügener. Eine ähnliche Entwicklung habe auch die Architektur mitgemacht. Beim Auto jedoch sei der Lack stets glatt und glänzend geblieben. So wagte der Designer die Vermutung, dass es durchaus vorstellbar sei, wenn Fahrzeuge in Zukunft in Rost-Optik lackiert oder die Oberfläche im Hagelschaden-Stil auf den Markt kämen. „Das eine ist das Handwerk. Das andere sind Visionen“, betonte Fügener.

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