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Sie sollen weg: die Würfel des kirchlichen Schloßbergzentrums.
Sie sollen weg: die Würfel des kirchlichen Schloßbergzentrums.
„Visie voor Pforzheim“ nennt das Amsterdamer Büro van Dongen-Koschuch diesen Entwurf für die City-Ost – die „Tunnel“ erinnern in ihrer Form an die Kuben (Würfel) des Schloßbergzentrums.
„Visie voor Pforzheim“ nennt das Amsterdamer Büro van Dongen-Koschuch diesen Entwurf für die City-Ost – die „Tunnel“ erinnern in ihrer Form an die Kuben (Würfel) des Schloßbergzentrums.
22.05.2013

Visionen für das neue Stadtzentrum-Ost

Wenn der Gemeinderat am 11. Juni zu seiner nächsten Sitzung zusammentrifft, steht das Thema „Innenstadtentwicklung-Ost“ auf der Tagesordnung. Dabei soll das Gremium die Verwaltung beauftragen „Grundlagen für die Innenstadtentwicklung und einen Rahmenplan für den Projektbereich Innenstadtentwicklung-Ost zu erarbeiten sowie darüber die Bürgerschaft, betroffene Gruppen und mögliche Investoren zu informieren“.

Dazu müssen 500000 Euro bereitgestellt werden, die benötigt werden, um renommierte, international tätige Büros mit verschiedenen Aufgaben zu beauftragen.

Mit dabei sind van Dongen-Koschuch, Architects and Planners, aus Amsterdam. Sie haben bereits auf ihrer Internetseite und über das niederländische Architektenweb wissen lassen, dass sie zusammen mit den Büros Andreas Huhn Architekten (Tübingen) und Out Of Office (Amsterdam) ausgewählt wurden, „eine Vision für das Centrum der deutschen Stadt Pforzheim zu entwickeln“. Ziel sei es, für die beim Wiederaufbau in den 1950er-Jahren errichtete „autogerechte Stadt“ eine „lebendige und nachhaltige Mitte“ zu schaffen. Dabei sollen Antworten zu Fragen wie Identität, Revitalisierung und Umgang mit der Architektur der Nachkriegszeit gegeben werden.

Wie einer Beilage an die Mitglieder des Gemeinderats zu entnehmen ist, sollen weitere Aufträge an Vend consulting Nürnberg (Handelskonzept), Professor Hartmut Topp/R+T Darmstadt (Verkehrskonzept) und Rhode, Kellermann, Wawrowsky/Christian Kohl Architekten Düsseldorf/Berlin (Rahmenplanung) erteilt werden.

Mit der Innenstadtentwicklung-Ost wird der Bereich zwischen Hauptbahnhof und Enz sowie Marktplatz und Deimlingstraße in den Fokus gerückt. Nachdem im Vorfeld interne Workshops stattgefunden hatten, wurden die Planungen bei der Bürgerversammlung im April und bei der Zukunftswerkstatt Anfang Mai der Öffentlichkeit vorgestellt – die PZ berichtete. Ausgangspunkt für die künftige Entwicklung des Quartiers waren unter anderem die Neustrukturierung des Bereichs Östliche 3 bis 11 sowie der evangelischen Kirche am Schloßberg.

Auf dem Rathausparkplatz ist ein Neubau für die Verwaltung vorgesehen, das unter Denkmalschutz stehende Technische Rathaus mus grundlegend saniert werden. Ebenfalls saniert werden muss die Tiefgarage unter dem „Platz des 23. Februar“, der dann neu gestaltet werden soll. Gespräche haben mit den Eigentümern der Gebäude Westliche 1-7/ Höllgasse stattgefunden, um eine positive Veränderung zu erreichen.

Unter Beteiligung von Bürgern, Experten, Handel und Gastronomie soll in den nächsten Monaten die Arbeit der (dann) beauftragten Büros begleitet werden. Bis Ende Dezember, so der Zeitplan, werden die Planungen Leitbild/Leitplan, Handelskonzept und Verkehrskonzert vorliegen, der Rahmenplan Innenstadtentwicklung-Ost schließlich Anfang 2014.

Wie der Beschlussvorlage für den Gemeinderat noch zu entnehmen ist, soll zur Finanzierung der 500000 Euro, im Haushaltsplan sind bisher nur 50000 Euro eingestellt, derzeit auf die Sanierung des Natursteinpflasterbelags auf dem Waisenhausplatz verzichtet werden. Damit stehen 240000 Euro zur Verfügung.

www.vd-k.eu

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