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Schüler von Alfons-Kern- und Carlo-Schmid-Schule betrachten mit Jubiläumskoordinator Gerhard Baral und Künstler Bernd Erich Gall (Vierter und Sechster von rechts) die Arbeiten.
Schüler von Alfons-Kern- und Carlo-Schmid-Schule betrachten mit Jubiläumskoordinator Gerhard Baral und Künstler Bernd Erich Gall (Vierter und Sechster von rechts) die Arbeiten.
06.10.2016

Vitrinen an Jubiläumsbüro mit Kunst von Deutsch lernenden Schülern

Auf „Gute Leute brauchen Raum“ folgt „Raumstation – am Ende der Blickrichtung“: Nachdem junge Künstler die Vitrinen um die Hausnummer 9 der Östlichen Karl-Friedrich-Straße bespielt haben, folgen nun Schüler von Alfons-Kern-, Carlo-Schmid-Schule sowie Besucher des Jugendclubs „Herzblau“.

„Die Belebung geht weiter“, sagt Gerhard Baral, Leiter des Koordinationsteams des Schmuck-, Uhren- und Design-Jubiläums 2017, das dort sein Büro hat.

Nicht nur die Akteure und die Arbeiten ändern sich, sondern die Vorzeichen, unter denen das Projekt steht: Viele der jungen Menschen, die das „Vorbereitungsjahr Arbeit und Beruf ohne Deutschkenntnisse“ (VABO) absolvieren, seien Flüchtlinge, kämen aus Syrien, dem Irak, Afghanistan oder afrikanischen Ländern wie Gambia, sagt Billie-Jean Kalt, Lehrerin an der Alfons-Kern-Schule. Da ist die Frage der Blickrichtung und Perspektive nicht nur auf der Leinwand ein Leitmotiv.

Das Bindeglied der Aktion ist Künstler Bernd Erich Gall, der die Klassen als Projektlehrer und in der Pforzheim Galerie die Jugend im Club „Herzblau“ betreut. „Die Schüler gehen sehr gerne in seinen Unterricht“, sagt Laura Probst, Lehrerin an der Carlo-Schmid-Schule, und betont dessen Bedeutung: Die gemeinsame Beschäftigung mit Kunst erleichtere mitunter den Zugang zu schwierigeren, traumatisierten Schülern. Neben den verschiedenen Maltechniken sind auch Automobil-Zeichnungen des Schülers Adrian Garrido zu sehen, was für Koordinator Baral die Brücke zum Design-Aspekt schlägt. Die Schau ist bis 25. November zu sehen.