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Munir I. (rechts) kämpft für die Islamisten im syrischen Bürgerkrieg. Die Aufnahme entstand in der Pforzheimer Fußgängerzone bei der Koran-Verteilung.
Munir I. (rechts) kämpft für die Islamisten im syrischen Bürgerkrieg. Die Aufnahme entstand in der Pforzheimer Fußgängerzone bei der Koran-Verteilung.
20.08.2013

Vom Salafisten zum Krieger: Sechs Kämpfer aus Pforzheim

Pforzheim. Munir I., ein 19-jähriger Deutsch-Tunesier, ist nach PZ-Informationen nicht der einzige Islamist aus Pforzheim, der im syrischen Bürgerkrieg kämpft. Es soll sich um mindestens fünf weitere aus der Goldstadt handeln. Munir I. waren sogar die Salafisten zu lasch gewesen.

Munir I. war unter anderem bei der Messerattacke gegen Polizisten in Bonn in vorderster Reihe dabei gewesen. Die Salafisten, beobachtet vom Staatsschutz, bekommen regelmäßig Besuch vom Braunschweiger Wanderprediger Abu Anas. Er gründete mit dem Vorsitzenden der Salafisten in Pforzheim, ein Pilgerreisebüro. Die Pforzheimer Kripo gibt zum Thema Salafismus momentan keinerlei Kommentar ab.

Beim Salafismus handelt es sich um eine islamistische Strömung, deren Anhänger den Anspruch erheben, den Islam von vermeintlich fremden Einflüssen reinigen zu wollen, so der Verfassungsschutz. Sie orientieren sich dafür an den Altvorderen des Islam (arabisch: salaf). Geistiges Zentrum ist Saudi-Arabien. In Baden-Württemberg geht die Behörde derzeit von etwa 550Anhängern des Salafismus aus, bundesweit von 4500. Besonders problematisch ist die prinzipielle Zustimmung zu religiös legitimierter Gewalt. Einige Anhänger deuten dies in eine religiöse Pflicht um, terroristische Taten gegen „Ungläubige“ zu begehen.

 

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