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Wird ein aufgeplatzter Hausmüll in den Kleidercontrainer geworfen, müssen alle Kleider entsorgt werden.

Von vollen Windeln bis zum Aquarium: Müll in Kleidercontainern ärgert DRK

Pforzheim. Es war alles andere als ein schöner Anblick, was sich den DRK-Mitarbeitern vor wenigen Tagen beim Leeren der Altkleidercontainer an der Kronprinzenstraße 22 geboten hat.

Ganz abgesehen vom Geruch: Zwischen einem halben Dutzend Tüten, die voll waren mit Kleiderspenden, die Notleidenden hätten zugute kommen können, war eine aufgeplatzte Tasche voller Hausmüll – inklusive voller Windeln und jeder Menge Maden. Die Folge: Alles musste entsorgt werden. Auf Kosten des DRK.

„Das ist leider kein Einzelfall und häuft sich in letzter Zeit sogar wieder extrem“, sagt Ute Fiedrich, Leiterin der Abteilung Sozialarbeit beim hiesigen DRK-Kreisverband. Sie berichtet von einem leeren Aquarium, das Unbekannte jüngst vor den Kleidercontainern deponiert hatten. „Scherben, Messer, Dachpappe, kaputte Kinderwagen und vieles mehr finden wir regelmäßig zwischen all den Dingen, die die Bürger eigentlich für einen guten Zweck spenden möchten“, so Fiedrich weiter.

„Unsere Altkleidercontainer in Pforzheim sind kein Müllablageplatz“, betont DRK-Kreisgeschäftsführer Stefan Adam. Ihm komme auch immer wieder zu Ohren, dass die Container der Ortsvereine im Enzkreis ebenso betroffen sind. Müll dort abzulagern sei illegal und werde gegebenenfalls auch zur Anzeige gebracht.

„Wenn Müll in den Container entsorgt wird, müssen wir im schlimmsten Fall Teile der uns gespendeten Kleider entsorgen“, sagt Fiedrich und weist darauf hin, dass die Altkleider beziehungsweise deren Erlöse für wohltätige Zwecke gemeinnützig verwendet werden. Die Kleiderkammer stattet beispielsweise Brandopfer unentgeltlich aus. Das DRK bittet daher um Rückmeldung, falls Bürgern etwas Ungewöhnliches an den Containern auffällt. Dies ist möglich unter der Telefonnummer (07231) 373-0.