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Männer und Frauen der Dillweißensteiner Feuerwehr bei ihrer Einsatzübung in einem Abbruchhaus an der Lukas-Moser-Straße. Foto: Ketterl

Vor dem Abbruch kommt die Feuerwehr

Pforzheim. Sie kamen leise mit Blaulicht, aber ohne Martinshorn: Die Rede ist von den Frauen und Männern der Dillweißensteiner Feuerwehr, dem Löschzug 4 der Pforzheimer Wehr. Ziel ihrer Übungsfahrt war die Lukas-Moser-Straße, wo kurze Zeit zuvor Kollegen in einem Abbruchhaus mit einer Nebelmaschine die Zimmer verraucht hatten und eine Person vermisst wurde. Fast ein reales Szenario, nur die aus dem Fenstern und dem Dach lodernden Flammen gab es nicht.

„Offenes Feuer ist bei Übungen nicht mehr gestattet“, erklärt Guido Lobermann, stellvertretender Kommandant der Pforzheimer Feuerwehr, auf PZ-Anfrage. Die Goldstadt-Feuerwehr sucht händeringend immer wieder private Abbruchhäuser und Gewerbebrachen für Übungs- und Fortbildungszwecke der Berufsfeuerwehr und für die freiwilligen Helfer in den Stadtteilen.

Wichtig sei, so Lobermann, dass die Feuerwehr einen gewissen zeitlichen Vorlauf habe, um die Objekte in den laufenden Übungsplan einzubauen. „Gut sechs Wochen vor dem Abbruchtermin wäre das Minimum. Und es darf dabei auch einmal eine Tür zu Bruch gehen oder zu anderen Beschädigungen kommen, ohne dass es rechtliche Folgen für uns hat“, betont Lobermann. Er verweist auf „erfolgreiche“ Übungsobjekte wie die ehemalige Sparkassen-Hauptstelle an der Poststraße oder Teile des Paul-Gerhardt-Altenheims an der Maxi.

Wer der Feuerwehr ein passendes Gebäude für Einsatzübungen zur Verfügung stellen will, kann dies per E-Mail mitteilen an fw@pforzheim.de