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Sie führen den neuen „Ratskeller“: Maximilian Müssle und Lisa Kleiner. Vor einem Jahr ist das Lokal „nach oben“ auf den Marktplatz gezogen. Foto: Ketterl
Sie führen den neuen „Ratskeller“: Maximilian Müssle und Lisa Kleiner. Vor einem Jahr ist das Lokal „nach oben“ auf den Marktplatz gezogen. Foto: Ketterl
04.08.2015

Vor einem Jahr zog der „Ratskeller“ um - Max Müssle und Lisa Kleiner bekennen: „Anfangs lief es unrund.“

Pforzheim. „Du spinnst“, haben seine Eltern gesagt, als Maximilian Müssle ihnen eröffnet, er wolle den neuen „Ratskeller“ übernehmen. Geht’s nicht eine Nummer kleiner als diese Institution in der Pforzheimer Gastronomie, die umgezogen ist vom „Platz des 23. Februar“ hinauf ins Neue Rathaus, ebenerdig zwischen früherer Tourist-Info und Stadtkasse?

Gerade hat der heute 28-jährige Spross der Feinkost-Institution Müssle zurück ins Leben gefunden – mit unbändigem Willen und der Kraft der Familie im Rücken. Es hätte nicht viel gefehlt, und der junge Mann wäre querschnittsgelähmt gewesen. Am 3. Dezember 2011 war er in seiner Wohnung rückwärts die Treppe hinuntergefallen. „Und Du willst den ,Ratskeller’ stemmen?“ Vater Helmut Müssle konnte es nicht fassen. Ein Jahr später. Seit einem Jahr führen operativ Max Müssle und Lisa Kleiner (27) den neuen „Ratskeller“. Mit im Boot sind als Gesellschafter Wolfgang Scheidtweiler, Chef des „Brauhauses“ – die Brauerei ist der eigentliche Pächter – und Johannes Schweizer. „Ich war immer der Auffassung, dass man neue Herausforderungen braucht“, sagt Müssle junior. Der CDU-Jungstadtrat nippt an seinem Espresso in der „Weinbar“ im Eingangsbereich der „Schmuckwelten“ am Leopoldplatz, die die Familie seit 2011 führt. „Es lief vieles anderes als gedacht“, sagt er nachdenklich. Es sei zuviel auf einmal gewesen: eine extrem kurze Vorlaufphase, keine Spur von „Soft Opening“, dem sanften Hineingleiten in den Gastronomie-Alltag; die große Erwartungshaltung – Müssle plus „Ratskeller“ plus Scheidtweiler. „Da lief einiges unrund, um’s mal vorsichtig auszudrücken“, sagt der Mann, der bei Feinkost-Käfer in München das Geschäft von der Pike auf gelernt hat. Es gab Fehler in der Küche, es gab Optimierungsbedarf im baulichen Bereich.

„Wir haben sicherlich Leute vergrault“ – Müssle hält nichts von Beschönigungen, „wir setzen darauf, dass sie uns eine zweite Chance geben.“

Mehr lesen Sie am Mittwoch in der „Pforzheimer Zeitung.

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