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Gedankenaustausch zur Flüchtlingsbetreuung: Der Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Guido Wolf, unter anderem im Gespräch mit Dekanin Christiane Quincke, der Abgeordneten und Stadträtin Marianne Engeser, deren Ratskollegin Dorothea Patberg und der Helferin Nergiz Gueney (von links).  Kollros
Gedankenaustausch zur Flüchtlingsbetreuung: Der Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Guido Wolf, unter anderem im Gespräch mit Dekanin Christiane Quincke, der Abgeordneten und Stadträtin Marianne Engeser, deren Ratskollegin Dorothea Patberg und der Helferin Nergiz Gueney (von links). Kollros
08.11.2015

Vorsitzender der Landtags-CDU Guido Wolf informiert sich über die Flüchtlingsarbeit der Diakonie

Knapp ein Dutzend Mitarbeiter des Diakonischen Werks kümmern sich in Pforzheim hauptamtlich um die Flüchtlingssozialhilfe – und weitere rund 200 ehrenamtlich. Über ihre Tätigkeit, aber auch sich dabei auftuende Problemfelder informierte sich am Samstag der Vormann der Landtags-CDU in Stuttgart und Spitzenkandidat seiner Fraktion, Guido Wolf, um etliche Erkenntnisse in die Fraktionsarbeit mitzunehmen.

Das Flüchtlingsthema werde auf vielen Ebenen – von der EU bis zu den Kommunen – erörtert, also sei es folgerichtig, damit zusammenhängende Fragen dort zu besprechen, wo engagierte Menschen die Betreuungsarbeit auf lokaler Ebene leisteten, begründete die Pforzheimer CDU-Abgeordnete Marianne Engeser ihre Einladung an ihren Fraktionsvorsitzenden. Und der meinte, dass jedes Fraktionsmitglied einen Besuchswunsch frei habe und auch das Thema festlege, damit für ihn wiederum spürbar werde, was die Kommunen an Sorgen und Nöte umtreibe.

Der Runde gehörten neben haupt- und ehrenamtlichen Kräften der Diakonie auch die Dekanin Christiane Quincke an sowie Mitglieder der CDU-Riege im Gemeinderat mit dem Vorsitzenden Florentin Goldmann an. Sabine Jost, Geschäftsführerin des Diakonischen Werks, rief in Erinnerung, dass ihrer Organisation schon seit den 1990er-Jahren die Flüchtlings-Sozialbetreuung obliege und dies auch mit Geldern des Landes finanziert werde.

Und der Stadtgemeinschaft bescheinigte Jost ein „großes Engagement“, was die Unterstützung der kommunalen Flüchtlingshilfe anbelange. Peter Hess, der die Kleiderkammer der Diakonie betreut, berichtete etwa von zwei prall gefüllten Vier-Zimmer-Wohnungen, in denen sich Kleiderspenden von Pforzheimer Familien stapeln würden.

Diakonie-Chefin Jost macht den Landespolitiker derweil auf eine weitere Problemstellung aufmerksam: Es geht um die mittlerweile immer wieder häufiger anstehende Rückführung von Flüchtlingen, denen das Bleiberecht versagt werde. Da gebe es aufgebaute Beziehungen, die auch die örtlichen Betreuer mitunter schaudern lassen würden. Oder Nachbarn oder Arbeitgeber, die Praktikumsplätze zur Verfügung gestellt und gute Erfahrungen mit den Fremden gemacht hätten.