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Die Historikerin Sabine Herrle spricht digital am Gedenktag zur Auschwitz-Befreiung.  Foto: Samsony 

Vortrag über den Kämpfer Kuppenheim im Internet

Pforzheim. Anlässlich der Befreiung des nationalsozialistischen Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau am 27. Januar 1945 stellt die Freiburger Historikerin Sabine Herrle mit ihrem Vortrag „Ich habe zwei Lieben – mein Land [Frankreich] und Pforzheim: Ludwig/Louis Kuppenheim, geb. 1891 in Pforzheim, gest. 1982 in Ste. Maxime“ das Schicksal der Familie Kuppenheim vor.

Für knapp 100 Jahre – bis 1940 – lebten und arbeiteten die Kuppenheims in Pforzheim und gestalteten das Leben ihrer Stadt in vielerlei Hinsicht aktiv mit, heißt es in einer städtischen Mitteilung. Mitglieder der Familie wurden während des Nationalsozialismus deportiert und ermordet oder nahmen sich vorher das Leben. Einigen gelang die Flucht. Einer – Ludwig/Louis Kuppenheim – kämpfte in der französischen Armee gegen das nationalsozialistische Deutschland und nahm die französische Staatsangehörigkeit an. Oberbürgermeister Peter Boch spricht ein Grußwort. Der ursprünglich im Stadtarchiv geplante Vortrag, zugleich offizielle Gedenkveranstaltung der Stadt zum bundesweiten Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus, wird coronabedingt in den digitalen Raum verlegt.

Die Videos der Gedenkveranstaltung stehen ab Mittwoch, 27. Januar, auf www.pforzheim.de/gedenken-auschwitz online.