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Vorwürfe gegen städtischen Eigenbetrieb: Initiative Pro Bäder will neuen Bäder-Chef

Pforzheim. Die Initiative Pro Bäder erhebt harte Vorwürfe gegen den Eigenbetrieb Pforzheimer Verkehrs- und Bäderbetriebe (EPVB) und fordert den Austausch von EPVB-Chef Bernd Mellenthin. Anlass ist der EPVB-Jahresabschluss 2016, der in der Gemeinderatssitzung am Dienstag gebilligt werden soll.

Ein solcher Jahresabschluss müsse bis Ende Juni des Folgejahres vorliegen. Zudem habe der EPVB das Ergebnis der Bäder schlechtgerechnet, indem er anders als früher keine Kredite für Investitionen aufgenommen habe. Somit sei das Jahresergebnis um zwei Millionen Euro schlechter. Das Rathaus weist die Vorwürfe entschieden zurück. So sei seitens der Wirtschaftsprüfer ein uneingeschränktes Testat („ordnungsgemäß“) für den Jahresabschluss 2016 erteilt worden. „Die Verzögerung wurde mehrfach dargestellt.“ Gründe seien die damalige Zusammenlegung von Goldstadtbädern und Verkehrsbetrieben, Umstellungen der Buchhaltung und personelle Engpässe gewesen. „Der Geschäftsführer hat mit großer Besonnenheit unter den gegebenen Einschränkungen und sachlich-fachlich solider Arbeit den Eigenbetrieb gesteuert. Wir können kein Wunschkonzert spielen“, so der Erste Bürgermeister Dirk Büscher. Angesichts des Sanierungsstaus sei Zusammenhalt gefordert.