nach oben
Polit-Talk an Stehtischen: Gunther Krichbaum (CDU), Katja Mast (SPD), die Moderatoren Stefanie Wally (SRegierungspräsidium Karlsruhe) und Marek Klimanski („Pforzheimer Zeitung“), Katrin Lechler (Bündnis 90/Die Grünen), Janis Wiskandt (FDP), Peter Wenzel (Die Linke) und Waldemar Birkle (AfD, von links). Foto: Meyer
13.09.2017

Wahlkampf auf der Osterfeld-Bühne: Sie haben alle nur ein Ziel

Pforzheim. Da stehen sie am Mittwochabend leibhaftig – statt ihre Schokoladenseite vom Plakat hinab dem geneigten und umworbenen Wähler hinzuhalten: Auf der Bühne des Großen Saals im Kulturhaus Osterfeld präsentieren sich die Kandidaten Gunther Krichbaum (CDU), Katja Mast (SPD), Janis Wiskandt (FDP), Katrin Lechler (Bündnis 90/Die Grünen), Peter Wenzel (Die Linke) und Waldemar Birkle (AfD) dem Publikum.

Bildergalerie: Podium zur Bundestagswahl im Kulturhaus Osterfeld

Zwei von ihnen sitzen schon seit Jahren für Pforzheim und den Enzkreis im Bundestag – doch auch die anderen würden gerne regelmäßig nach Berlin pendeln. Oder zumindest dafür sorgen, dass ihre Position so rüberkommt, dass die Wähler ihre Zweitstimme den Parteien geben, die hinter Schwarz und Rot um Position Drei in der Wählergunst kämpfen – um dann (wenn es nicht die AfD ist) vielleicht mit in der künftigen Regierung sitzen zu können.

Und so sind es im Gegensatz zur Kommunalwahl in erster Linie Standpunkte zu bundespolitischen Themen, die Marek Klimanski, der stellvertretende PZ-Chefredakteur, und Stefanie Wally, Studiendirektorin, Politiklehrerin und Referentin für Wirtschaft am Regierungspräsidium Karlsruhe, abklopfen: Wirtschaft, Finanzen, Steuer, Kultur, Soziales, Bildung, Erhöhung der Militärausgaben. Und natürlich gibt es auch Fragen aus dem Publikum, die zu Beginn schriftlich geäußert, eingesammelt und den Moderatoren an die Hand gegeben werden. Traditioneller politischer Begleiter in Puppengestalt ist Raphael Mürles „Oskar Schneider“.

Mit der Veranstaltung wollen die Moderatoren den Menschen eine „Hilfestellung“ geben (Wally) – dringend nötig, wenn man nur das bedruckte Papier der Wahlprogramme der sechs vertretenen Parteien zugrunde legt: 225.000 Wörter, fast doppelt soviel wie das Neue Testament, 350 eng beschriebene DIN-A-4-Seiten, Lesedauer:17 Stunden. Aber offensichtlich weiß nicht jeder Kandidat, was im eigenen Programm drinsteht – wenn man der Erinnerung von Krichbaum entnimmt, dass die AfD beispielsweise nicht nur die „Herrschaft von Deutschland-Verrätern“ (so eine der umstrittenen AfD-Äußerungen), sondern auch das Antidiskriminierungsgesetz abschaffen will. Birkle dementiert – Krichbaum fordert ihn zum Nachlesen auf.

Mehr lesen Sie am Donnerstag in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.