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Hück und Thaiboxer Nico Terzitis (links) erklären Steinbrück, wie’s geht. © Ketterl
Wahlkampf: Peer Steinbrück besucht Pforzheim © dpa
08.07.2013

Wahlkampftour führt Steinbrück auf Buckenberg

Pforzheim. Montagnachmittag, 15.15 Uhr. Es herrscht Ausnahmezustand auf dem Platz des FSV Buckenberg. Schwere Autos blockieren die Einfahrt, Polizei kontrolliert, wer rein darf.

Bildergalerie: Peer Steinbrück beim FSV Buckenberg

Bildergalerie: Steinbrück kommt für den Wahlkampf nach Baden-Württemberg

Auf dem Platz trainieren vier Fußballmannschaften von den Bambini bis zur B-Jugend. Bunte Leibchen auf grünem Kunstrasen. Zwischendrin auf dem Ascheplatz schwitzen die Thai-Boxer. Training unter praller Sonne. Und dann natürlich die ganzen Presseleute. Marcel und Tobias von der B-Jugend haben sich in der Nähe der Einfahrt strategisch günstig platziert. Die beiden 15-Jährigen freuen sich auf eine hautnahe Begegnung mit einem Spitzenpolitiker. Der, auf den sie warten, kommt mit leichter Verspätung um 15.34 Uhr.

Peer Steinbrück hat an diesem Tag schon zwei Wahlkampftermine hinter sich, einen in Karlsruhe und einen in Bruchsal. Und wenigstens ein kleines Mittagessen musste sein. Dem geballten Medieninteresse begegnet er gewohnt schlagfertig: „Ach, und Ihr seid alle rein zufällig hier?“

Zufällig wohl eher nicht. Aber Fußballplatz, Kinder und schwitzende Thaiboxer versprechen schöne Fotos abzugeben. Außerdem hat Uwe Hück die Werbetrommel gerührt. Und der Betriebsratschef von Porsche hat Talent darin, sich Gehör zu verschaffen. Damals, zum Beispiel, als er Porsche und die Stadt dazu bekommen hat, für den Kunstrasenplatz des FSV Geld lockerzumachen: „Ich hab so lange geschwätzt, bis die gesagt haben: Du hast das Geld.“

Was alles gelingen kann, wenn sich Menschen für einander einsetzen, das soll der SPD-Kanzlerkandidat hier auf dem Buckenberg anschauen. Was Hück und seine Mitstreiter geschafft haben, gemeinsam mit der Elterninitiative auf dem Haidach, ist beachtlich. Über 330 Kinder und jugendliche trainieren in 17 Mannschaften, bekommen, wenn nötig, auch mal schulische Nachhilfe und Hilfe bei der Ausbildungsplatzsuche. Hück, der es selbst vom Kinderheim bis in den Porsche-Aufsichtsrat geschafft hat, sagt: „Mir haben sie früher auch gesagt: Aus dir kann nichts werden.“

Den ganzen Artikel lesen Sie in der Dienstagsausgabe Ihrer Pforzheimer Zeitung.

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