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Eine riskante Versuchung sind gefrorene Flussoberflächen. Hier wagen sich zwei Kinder beim Turnplatz auf die Enz. Foto: Ketterl
Eine riskante Versuchung sind gefrorene Flussoberflächen. Hier wagen sich zwei Kinder beim Turnplatz auf die Enz. Foto: Ketterl
„Lebensgefahr!“ – ein neues Schild an der Nagold in Dillweißenstein. Foto: Privat
„Lebensgefahr!“ – ein neues Schild an der Nagold in Dillweißenstein. Foto: Privat
26.01.2017

Warnung vor lebensgefährlichem Leichtsinn auf dem Eis

Pforzheim. „Ich würde mir sonst ewig Vorwürfe machen“, begründet Uwe Mörgenthaler sein eindringliches Mahnen und Warnen vor einer hochriskanten Versuchung. Dieser gehen in diesen frostigen Zeiten viele Bürger nach, wie der Dillweißensteiner beobachtet hat. Die vereiste Nagold wird insbesondere zwischen Weißensteiner Brücke und Bogenbrücke regelrecht zum Spielplatz.

Dass Handlungsbedarf besteht, haben auch Polizei und Stadtverwaltung erkannt. Neuerdings steht dort ein großes Warnschild mit dem Hinweis: „Lebensgefahr!“

Vielerorts im Stadtgebiet entwickelt derzeit das Eis Magnetwirkung, auch wenn dessen Tragkraft trügerisch ist. Auf der Enz beim Turn- oder auch Waisenhausplatz sind immer wieder gefährliche Schlitterpartien auszumachen, aber eben auch auf der Nagold in Dillweißenstein. Erwachsene hätten dort mit Kindern „eine Art Eishockey mit Schneebällen“ gespielt, Jugendliche drehten auf Kufen ihre Runden, berichtet Uwe Mörgenthaler. Gemeinsam mit seinem Sohn Sascha ist es dem Anwohner ein Anliegen, auf die „unberechenbaren Gefahren eines vereisten Fließgewässers“ hinzuweisen. Nachbarn hätten jüngst wieder leichtsinnige junge Leute „couragiert und dennoch sehr freundlich“ gebeten, die Eisfläche zu verlassen.

Grundsätzlich seien Flussoberflächen tabu, betont der städtische Sprecher Philip Mukherjee: „Wir weisen keine Flächen zum Schlittschuhlaufen aus und empfehlen, dazu in die St.-Maur-Halle zu gehen.“

Wo eine explizite Gefahr erkannt werde, würden – wie in Dillweißenstein – Warnschilder aufgestellt. Die Behörden versuchten zunächst „auf dem Weg der Vernunft“ Bürger zur Einsicht zu bewegen. Fruchtet dies nicht, könne die Polizei einen Platzverweis erteilen, aber auch das Verhängen eines Zwangsgelds sei möglich.

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