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Trotz sommerlicher Witterung bleibt das Wartbergbad in Pforzheim bis zum 1. Juni geschlossen.
Trotz sommerlicher Witterung bleibt das Wartbergbad in Pforzheim bis zum 1. Juni geschlossen. © Bechtle
20.05.2008

Wartbergbad: Rohrbrüche und schlechtes Wetter verhindern Öffnung

Bei einer Leserfragen-Aktion von PZ-news hatte Pforzheims Oberbürgermeisterin Christel Augenstein versprochen, sich um die Öffnung des Wartbergbads in der zweiten Hälfte der Pfingstferien zu bemühen. Zwei Rohrbrüche und kühleres Wetter mit gelegentlichen Schauern haben das verhindert. Eventuell könnte es mit dem Badespaß auf dem Wartberg am Wochenende klappen - wenn die Reparaturen erledigt sind und das Wetter mitspielt.

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Unflexibilität von Bäderamt und Stadtverwaltung war nur ein Vorwurf im Forum von PZ-news und in Leserbriefen an die „Pforzheimer Zeitung“, als es in der ersten Hälfte der Pfingstferien heiß und sonnig war und erwartungsvollen Badegästen im Wartbergbad der Eintritt verwehrt wurde. Der städtische Pressesprecher Michael Strohmayer sieht es anders: Ende 2007 habe der Gemeinderat einen Beschluss gefasst, die Öffnung des Wartbergbads mit der Schließung des Emma-Jaeger-Bads zu verbinden und dabei Geld für zusätzliches Personal zu sparen.

Zum Juni-Anfang nämlich war vorgesehen, das „Emma“ wegen anstehender Umbauten für drei Monate zu schließen. Dann wären die Bad-Mitarbeiter von der Enz auf den Wartberg umgezogen, ohne dass zusätzlich zu bezahlende Saisonalkräfte für eine vorgezogene Freibad-Eröffnung nötig gewesen wären. Ende 2007 aber konnten die Gemeinderäte ja aber auch nicht ahnen, dass Anfang Mai sommerliche Temperaturen herrschen würden. Immerhin hatten ja das Nagold- und das Emma-Jaeger-Bad geöffnet, so Strohmayer, und das Hallenbad „Emma“ sei selbst bei Freibad-Wetter gut besucht. „Es gibt schon noch Möglichkeiten, in dieser Stadt ins Bad zu gehen“, sagte Strohmayer.

Eventuell, so Erich Forstner, Betriebsleiter der Goldstadtbäder, sei es möglich, das Wartbergbad am Wochenende zu öffnen. Dazu müsse aber das Wetter warm genug sein. Vor allem jedoch müssten die beiden Rohrbrüche repariert sein, die am Montag beim Spülen der Filter festgestellt worden seien. „Selbst wenn wir früher öffnen wollten, könnten wir das aus technischen Gründen nicht“, erklärte Forstner.

Er gibt auch zu bedenken, dass es viele Badegäste verärgern würde, wenn das „Emma“ jetzt schließen müsste, damit auf dem Wartberg die Freibad-Saison starten könnte. Viele Gäste des Hallenbads wüssten inzwischen den Außenbereich mit seinen Liegen als Alternative zum Freibad zu schätzen.

Eine gleichzeitige Öffnung von Emma-Jaeger-, Nagold- und Wartbergbad hat der Gemeinderatsbeschluss von 2007 ausgeschlossen. Es wäre auch eine teure Angelegenheit, so Strohmayer. „Gestern waren es nur 18 Leute im Nagoldbad“, sagte Strohmayer am Dienstag. Im Schnitt habe man seit der Öffnung des Nagoldbads am 2. Mai täglich 360 Badegäste im Freibad im Stadtteil Dillweißenstein gehabt. Allerdings seien es rund dreimal so viel Besucher an den warmen Tagen vor Pfingsten gewesen. Wäre das Wartbergbad jetzt geöffnet, müssten täglich rund 1000 Liter Heizöl allein für das Erwärmen des Wassers in den Schwimmbecken verbrannt werden, so Strohmayer.