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Vorerst ist das Wartbergbad gerettet. Die Zukunft des Bades ist dennoch ungewiss. Foto: Seibel
wartbergbad © Seibel
30.06.2011

Wartbergbad: Zukunft weiter offen

PFORZHEIM. Das Wartbergbad verzeichnet gute Besucherzahlen - wenn das Wetter mitspielt. Dennoch bleibt die Zukunft des Bades ungewiss. Noch 2010 stand die endgültige Schließung des Bades zur Diskussion. Zunächst einmal aber ist das Bad mit Hilfe des Fördervereins gerettet.

„Dieses Jahr haben wir bereits frühzeitig grünes Licht dafür bekommen, dass wir wieder in die Saison starten dürfen und haben zum ersten Mai eröffnet.“ so Bäderamtschef Erich Forstner. „Aber“, fügt er an, „zunächst müssen wir die Saison gut abschließen, und das wird schwierig. Aber wir haben ja noch Sommerferien und wenn es da mal vier Wochen am Stück gutes Wetter gibt, dann wird das eine runde Sache.“

Nachdem das Kinderbecken wegen fehlender Wasseraufbereitung geschlossen werden musste, konnte nun ein neuer Kinderbereich eröffnet werden. Große Sonnensegel schützen die Kleinsten beim Spielen im Sandkasten vor zu viel Sonne. Ein Wasserspiel wurde außerdem angelegt. „Da haben die Kleinen richtig viel Spaß“, freut sich Forstner. Dennoch wird bei den Besuchern Kritik laut. Das wenige Wasser, das sich nun im ehemaligen Kinderbecken befindet, gleiche einer Pfütze, die zudem durch den angrenzenden Sandkasten völlig verschmutzt werde.

Der Vorsitzende des Wartbergbad Fördervereins, Oliver Erdmann, betont: Das Engagement dürfe nicht abreißen. „Wir sind nach wie vor engagiert. Ganz einfach deshalb, weil wir dieses Bad erhalten wollen. Aber wir wissen, dass am Ende der Saison abgerechnet wird und da zählen knallharte Fakten“, fügt er realistisch hinzu.

Grund für die geplante Schließung war ein Defizit von jährlich 220 000 Euro, das das Bad erwirtschafte und das, so die Stadtverwaltung im März 2010, angesichts der miserablen Haushaltslage der Goldstadt nicht weiter tragbar sei. Hinzu kämen anstehende Investitionen, die schätzungsweise mit rund sechs Millionen Euro zu Buche schlagen würden. ila