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20.12.2012

Was kommt, wenn`s passt? PZ-Redakteurin soll Stammzellen spenden

Vor etwa zwei Monaten klingelte mein Telefon. Die Deutsche Knochenmarkspenderdatei teilte mir mit, dass ich eventuell für eine Stammzellenspende infrage komme. Da war es gerade einmal ein halbes Jahr her, dass ich mich im Rahmen einer Blutspende für Blaulicht-TV für eine Stammzellenspende registrieren lassen hatte.

In einer Bestätigungstypisierung wurde mein Blut noch einmal genau untersucht, und nach einigen Wochen war klar: Ich habe einen genetischen Zwilling, dem ich mit einer Spende helfen kann. Nun folgten umfangreiche Voruntersuchungen mit Röntgen, EKG und Ultraschall der verschiedenen Organe. Und wie es im Moment aussieht, kann die Stammzellenspende im Januar stattfinden.

Der Wachstumsfaktor, den ich mir davor über fünf Tage hinweg spritzen muss und der bewirkt, dass mein Körper vermehrt Stammzellen produziert und diese aus dem Knochenmark ins Blut ausschwemmt, liegt bereits in meinem Kühlschrank.

In einem dialyseähnlichen Verfahren werden die Stammzellen am Tag der Spende aus meinem Blut herausgefiltert und dem Patienten transplantiert. Kein Krankenhausaufenthalt, keine OP und keine Narkose – wenn alles gutgeht. Ich hoffe es, vor allem natürlich für den Patienten.