nach oben
Symbolbild: dpa
Symbolbild: dpa
05.11.2017

Was tun wenn Eis und Schnee kommen? Stadt gibt Hinweise

Pforzheim. Der Winter steht vor der Tür, und bald ist wieder mit Schneefall und Glatteis zu rechnen. Darum weist die Stadtverwaltung auf die Verpflichtung der Anlieger – hierzu gehören Eigentümer, Mieter und Pächter – von bebauten und unbebauten Grundstücken hin, die angrenzenden Gehwege von Schnee und Eis zu räumen und bei Glätte zu streuen.

Wie breit muss der Weg sein?

Zur allgemeinen Räum- und Streupflicht wird darauf hingewiesen, dass nach der Streupflichtsatzung der Stadt Pforzheim „Gehflächen auf eine solche Breite von Schnee- oder winterlicher Straßenglätte zu befreien sind, dass die Sicherheit und Flüssigkeit des öffentlichen Fußgängerverkehrs gewährleistet ist“. Hierzu darf der Schnee aber nicht auf die Fahrbahn geschoben werden. In diesem Fall droht dem Verursacher ein Bußgeldverfahren.

Was gilt im Sinne der Streupflichtsatzung als sogenannte Gehfläche?

Gehweg entlang von Fahrbahnen.Die seitlichen Flächen am Fahrbahnrand in einer Breite von 1,2 Metern, falls Gehwege auf keiner Straßenseite vorhanden sind. Die seitlichen Flächen am Rande von Fußgängerbereichen entlang der bebauten Front in einer angemessenen Breite, wobei die Streupflichtsatzung grundsätzlich von vier Metern ausgeht. Sonderwege für Fußgänger oder gemeinsame Sonderwege für Fußgänger und Radfahrer.

Wie ist es bei Treppen und Staffelwegen?

Hier genügt es, wenn auf jeder Seite eine für den Fußgängerverkehr ausreichende Gehfläche in einer Breite von 1,2 Metern geräumt und gestreut wird.

Wann muss geräumt und gestreut sein?

Die Gehflächen müssen werktags bis 6.30 Uhr, an Sonn- und Feiertagen bis 8 Uhr geräumt und gestreut werden. Fällt nach diesem Zeitpunkt Schnee oder tritt Schnee- oder winterliche Straßenglätte auf, so ist unverzüglich, wiederholt zu räumen und zu streuen. Die Räum- und Streupflicht endet um 20 Uhr. Falls nach Lage und Bedeutung der Straße oder auch eines einzelnen Grundstückes der allgemeine Verkehr früher einsetzt oder später endet, sind Schnee und Glätte auch außerhalb der oben genannten Zeiten zu beseitigen.

Womit darf gestreut werden?

Mit Sand, Splitt oder ähnlichen umweltverträglichen Stoffen. Das Bestreuen mit Salz ist wegen der damit verbundenen Umweltgefahren grundsätzlich zu unterlassen. Ausnahmen hiervon sind auf Gefällstrecken und an Treppenanlagen nur zugelassen, wenn ohne diese Mittel die Glatteisgefahr nur mit unverhältnismäßig hohem Aufwand beseitigt werden kann. Auch in diesen Fällen ist die Verwendung von Streusalz auf das unumgänglich notwendige Maß zu beschränken. Stehen auf oder am Gehweg Bäume oder Sträucher, die durch salzhaltiges Wasser gefährdet werden können, ist das Streuen mit Salz oder salzhaltigen Stoffen verboten.

Worum kümmert sich der Winterdienst zuerst?

Die Stadt Pforzheim weist darauf hin, dass bei der Durchführung des Winterdienstes vordringlich die Buslinien geräumt und gestreut werden. Es wird empfohlen, bei winterlicher Straßenglätte und Schneefall die öffentlichen Verkehrsmittel zu benutzen und das Privatfahrzeug in der Garage stehen zu lassen.

Wo kann man sich zusätzlich informieren?

Die Satzung der Stadt Pforzheim über die Verpflichtung der Straßenanlieger zum Reinigen, Schneeräumen und Bestreuen der Gehflächen kann auch auf der Internetseite der Stadt (www.pforzheim.de) über die Linkfolge „Bürger – Rathaus – Stadtrecht – 1 Öffentliche Sicherheit und Ordnung – Satzung der Stadt Pforzheim über die Verpflichtung der Straßenanlieger zu Reinigung, Schneeräumen und Bestreuen der Gehflächen“ abgerufen werden.

Weitere Auskünfte beim Amt für öffentliche Ordnung, Östliche Karl-Friedrich Straße 2, telefonisch unter (0 72 31) 39 25 10.