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Die Teilnehmer des „Arbeitskreis 23. Februar“ im „Café Roland“: Ellen Eberle, Rami Suliman, Wolf-Dietrich Glaser, Heike Reisner-Baral, Christine Müh, Christa Mann, Susanne Nittel, Georg Lichtenberger, Hans Mann, Katrin Lechler, Maria Ochs, Andrew Hilkowitz und Christiane Quincke (von links).  Foto: Ketterl 

Wegen 23. Februar-Aussage: Arbeitskreis sucht Kontakt zu OB Boch

Pforzheim. Der Oberbürgermeister fühlt sich missverstanden: In seine Aussagen zum Gedenktag 23. Februar seien teilweise Dinge hineininterpretiert worden, die „so nicht zutreffend“ seien, so Peter Boch in einer Pressemitteilung.

Es könne weiterhin „eine breite Palette an Veranstaltungen und Projekten geben“. In der Vergangenheit seien „da sehr wichtige Formate entwickelt worden“. Auch die Auseinandersetzung mit der nationalsozialistischen Vergangenheit und das Thema Frieden seien „selbstverständliche und zentrale Bestandteile des Gedenkprogramms“ – und könnten auch „in den allermeisten Fällen im städtischen Flyer aufgeführt werden“.

Mahnwache von Rechtsextremisten und linke Gegendemonstration - kann Oberbürgermeister Peter Boch das Gedenken an die Bombardierung Pforzheims am 23. Februar 1945 grundlegend verändern?
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Das hört sich für die Teilnehmer des „Arbeitskreises 23. Februar“ durchaus wie ein Zurückrudern an – denn unmissverständlich hatten sie am Dienstag aus ihrer Verärgerung über die OB-Haltung und seine Kommunikationspolitik kein Hehl gemacht (die PZ berichtete). Gegen den Strich geht ihnen vor allem die Entpolitisierung, die Boch mit Rückendeckung der Fraktion FDP/Freie Wähler und der CDU betreiben wolle.

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Mehr als 900 Polizisten am 23. Februar im Einsatz

Auch am Mittwoch traf sich der „Arbeitskreis 23. Februar“ – diesmal zu einem spontanen Pressegespräch im „Café Roland“. Teils wurden die Vorwürfe erneuert („Aufkündigen des Bündnisses der Stadtgesellschaft“, „Entwertung des Stattgefundenen“), teils kam es zu neuen Impulsen. So soll auf Vorschlag von Rami Suliman, dem Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde, ein Versuch unternommen werden, erneut mit OB Boch ins Gespräch zu kommen – auch unter Einbeziehung der Vertreter aller Parteien und Gruppierungen.

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