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Bitte an die Politik wenden – der „Hasen“ in Karlsruhe hat seine Öffnungszeiten geändert. Foto: Lorch-Gerstenmaier
Bitte an die Politik wenden – der „Hasen“ in Karlsruhe hat seine Öffnungszeiten geändert. Foto: Lorch-Gerstenmaier
Der Mindestlohn kommt das Gastgewerbe teuer zu stehen. Der Kostenanstieg zwingt Wirte und Hoteliers zu teils drastischen Maßnahmen.Foto: D‘Amico
Der Mindestlohn kommt das Gastgewerbe teuer zu stehen. Der Kostenanstieg zwingt Wirte und Hoteliers zu teils drastischen Maßnahmen.Foto: D‘Amico
26.02.2016

Wegen Mindestlohn: Mancher Gastronom kocht auf Sparflamme

Pforzheim. Kurz noch ein Anruf – nur so zur Sicherheit, man kann nie wissen: „Haben Sie heute um die Mittagszeit noch einen Tisch für zwei Personen frei?“ Gut, dass wir gesprochen haben: Weder zu zweit noch zu viert – oder alleine hätten wir einen Tisch bekommen. Denn das Lokal bedauert, mitteilen zu müssen, dass es mittags geschlossen habe.

Schuld sei die Politik – genauer gesagt das Mindestlohngesetz. Womit nicht in erster Linie die Entlohnung des Personals oder die Dokumentationspflicht, sondern die starren Tages-Arbeitszeiten gemeint seien, die gerade den „Kleinen“ das Leben schwer machen. Damit ist der „Hasen“ in Karlsruhe nicht alleine – es gibt viele „Hasen“ in der deutschen Gastrolandschaft. Als die PZ vor einem Jahr, kurz nach Inkrafttreten des Gesetzes, eine Umfrage unter Gastronomen und Hoteliers machte, war klar: Stemmen können das nur die „Großen“, die intern umschichten können. Treffen werde es die kleinen Gasthöfe auf dem Land – oder in der Stadt –, die sich eine zweite Schicht nicht leisten könnten, orakelte schon damals beispielsweise Hermann Bareiss, Patron und Senior-Chef des Fünf-Sterne-Hotels gleichen Namens in Baiersbronn-Mitteltal und Gründer der Vereinigung Förderer der Hotellerie und Gastronomie (FHG). Sein Nachfolger als Vorsitzender, der Ettlinger Hotelbesitzer Bernhard Zepf, räumt ein, dass das gastronomische Flaggschiff seines Hauses, der legendäre „Erbprinz“ (ein Stern im „Guide Michelin“ und Keimzelle des deutschen „Küchen-Wunders“ nach dem Zweiten Weltkrieg), mittlerweile mittags geschlossen habe, „um mit den Arbeitszeitvorschriften einigermaßen konform gehen zu können“. Mehr lesen Sie am Samstag in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.

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