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Von A wie Anti-Graffiti-Mobil bis W wie Wartbergbad: Regine Hahn, Vorsitzende des Bürgervereins Nordstadt, mit der neuen Broschüre für den lebendigen Stadtteil.
Von A wie Anti-Graffiti-Mobil bis W wie Wartbergbad: Regine Hahn, Vorsitzende des Bürgervereins Nordstadt, mit der neuen Broschüre für den lebendigen Stadtteil.
19.01.2016

Wegweiser durch die Nordstadt: Bürgerverein listet Anlaufstellen auf

Die Nordstadt ist lebendig. Das beweisen neben Szenebars und Traditionsbetrieben auch zahlreiche Vereine, Schulen oder Kirchen. Wo man was findet, listet die neue Broschüre „Die Nordstadt von A bis Z“ auf. Der Wegweiser durch den Stadtteil liegt in zahlreichen Geschäften und öffentlichen Einrichtungen aus. „Es ist bereits die zweite Ausgabe“, sagt Regine Hahn, Vorsitzende des Bürgervereins Nordstadt, der die kleine Adresssammlung herausgibt.

Ursprünglich habe der Verein zweimal jährlich ein Veranstaltungskalender veröffentlicht. „Doch die meisten Einrichtungen haben ihre eigenen Flyer“, so Hahn. Kleinen Vereinen hingegen falle es schwer, so weit im Voraus Termine festzulegen. In einer Auflage von 2500 Exemplaren hat der Verein die Broschüre drucken lassen. Die Sparkasse Pforzheim Calw sponsert das Ganze, die Druckkosten werden auf die aufgeführten Einrichtungen umgelegt. Für die Aktualisierung der Daten sorgt der Bürgerverein.

160 Mitglieder zählt der Verein derzeit. „Das sind eindeutig zu wenige“, bedauert Hahn. Dafür, dass die Nordstadt 20 000 Einwohner zähle. „Mein größter Wunsch sind neue Mitglieder“, sagt die Vorsitzende. „In unserem Stadtteil leben viele Migranten, doch kein einziger ist bei uns im Verein – leider.“ Sie fühle sich fast wie eine „Hochstaplerin“, wenn der Verein zur Entscheidungsfindung hinzugezogen werde, wie jüngst bei der Umgestaltung des ZOB Nord. Dass dort, wo sich ehemals Haltebuchten für Busse befanden, nun ein Platz mit Bänken und Pflanzkübeln für gemeinsames Gärtnern angelegt wird, begrüße der Verein. „Wir haben uns für einen Aufenthaltsort für Jung und Alt und gegen einen großen Parkplatz ausgesprochen“, so Hahn. Das Parkplatzproblem sei den Mitgliedern zwar durchaus bekannt, allerdings existierten genügend Parkhäuser. Zudem habe man Rücksicht auf die Anwohner nehmen wollen. „Nun gilt es abzuwarten, wie der neue Platz angenommen wird.“

Spezielle Interessengebiete

Schwierig sei es immer, alle Interessen der Anwohner unter einen Hut zu bekommen. Beispiel: Werde an einer Stelle ein verkehrsberuhigter Bereich eingerichtet, müsse anderswo mit mehr Verkehrsaufkommen gerechnet werden. Und Mitglieder anderswo akquirieren? Die beiden anderen Vereine – Bürgerinitiative Nord und Hohenäcker – seien zu sehr auf ein spezielles Interessengebiet ausgelegt, stellt Hahn fest.

Der Verein, der bereits seit 26 Jahren existiert, brauche eine Verjüngung, bemerkt die rüstige 71-Jährige. Sie selbst wolle ihr Amt daher zum Jahresende in jüngere Hände geben. Bis dahin werden es acht Jahre sein, in denen sie die Geschicke des Vereins leitete. Derzeit kümmert sie sich auch um die Finanzen – seitdem Schatzmeister Roland Essig gestorben ist. „Da haben wir inzwischen allerdings einen jungen Kandidaten gefunden“, freut sich Hahn. „Er wird frischen Wind mitbringen.“ Gewählt wird bei der Hauptversammlung am kommenden Dienstag.