760_0900_108994_Wer_sagt_was_Sache_ist_02.jpg
Wollen Schüler zur Teilnahme am PZ-Wettbewerb „Wer sagt, was Sache ist?“ überzeugen: PZ-Volontär Constantin Hegel, Emilia Wallace, Carolin Kopeyko und PZ-Redakteur Marek Klimanski (von links).  Foto: Moritz 

Weil die Wahrheit wertvoll ist: Die PZ sucht Schüler für einen Medienwettbewerb zu Qualitätsjournalismus

Pforzheim. „Wer sagt, was Sache ist?“: Mit diesem Satz ist das Plakat überschrieben, das an 60 weiterführenden Schulen in Pforzheim, dem Enzkreis und dem nördlichen Kreis Calw zur Teilnahme an einem Wettbewerb der „Pforzheimer Zeitung“ aufrufen soll. Gesucht sind Plakate und Social-Media-Botschaften in Form kurzer Videos.

Es geht dabei um eine klare Aussage zugunsten von Tageszeitungen und auch deren Online-Portalen im Gegensatz zu Falschmeldungen, Halbwahrheiten, Gerüchten und Hassbotschaften, wie sie in sozialen Netzwerken veröffentlicht werden. Egal, ob sie gezielt von interessierter Seite gestreut oder so leichtfertig wie ahnungslos weiterverbreitet werden.

„Checkt eigentlich jemand, ob das überhaupt stimmen kann?“ , fragt das Team aus PZ-Journalisten und den beiden Reuchlin-Gymnasiastinnen Emilia Wallace und Carolin Kopeyko, das gemeinsam den Text auf dem Plakat entwickelt hat, um den Ton der Jugendlichen möglichst genau zu treffen. „Klar, vieles merkt Ihr selbst. Für alles andere gibt es Profis. Die verbreiten nicht einfach so, was irgendjemand anonym irgendwo von sich gegeben hat. Sie prüfen, wo eine Information herkommt. Sie klären ab, ob Stories überhaupt stimmen können. Und stellen Fakten miteinander in Zusammenhang“, heißt es dort weiter – gefolgt von dem Hinweis, dass das der Beruf der Journalisten ist, von dem sie leben. Und dass es diese Dienstleistung darum nicht zum Nulltarif geben kann. Verschenkt werden letztlich nur die gefährlichen Lügen und Verdrehungen im Internet. „In dem groß angelegten Medienwettbewerb für Schüler ab der neunten Klasse an allen weiterführenden Schulen in unserem Verbreitungsgebiet geht es um die Gestaltung von Plakaten oder Social-Media-Beiträgen zur Bedeutung und den materiellen Grundlagen von Qualitätsjournalismus“, erläutert PZ-Chefredakteur Magnus Schlecht, auch in einem Anschreiben an die Schulleitungen. Darin bittet er darum, Schülerinnen und Schüler auf diesen Wettbewerb hinzuweisen, sie zur Teilnahme zu animieren und dies etwa auch über die Lehrer der Fachbereiche Deutsch, Gemeinschaftskunde und Kunst vermitteln zu lassen. „Wir sind überzeugt, dass sich der Wettbewerb einem guten und wichtigen Thema widmet und geeignet ist, es als Botschaft zu transportieren.“

Plakat_schulen_guterjournalismus

Zudem winken für Teilnahme und Sieg schöne Preise und Belohnungen, etwa Kino-Eintrittskarten oder Gutscheine im Wert von bis zu 100 Euro bei den Firmen Saturn, Galeria Karstadt Kaufhof und der Schlössle-Galerie, die als Partner die Aktion unterstützen. Sie ist Teil einer landesweiten Kampagne, die der Verband Südwestdeutscher Zeitungsverleger (VSZV) gestartet hat, um die Leistungen des Journalismus für die Gesellschaft in den Blick zu rücken. Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble hat sie durch einen Gastbeitrag unterstützt. Rund 50 Tageszeitungen in Baden-Württemberg beteiligen sich.

Infos und Teilnahme: www.pz-news.de/journalismuswertvoll

Marek Klimanski

Marek Klimanski

Zur Autorenseite