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Promilletester für PZ-news: (von links) Thomas Kurtz, Marco Kraus, Gülay Ilter und Claudia Essig prosten sich beim OechsleFest zu.
Promilletester für PZ-news: (von links) Thomas Kurtz, Marco Kraus, Gülay Ilter und Claudia Essig prosten sich beim OechsleFest zu. © Obrecht
04.09.2014

Wein trinken und ins Röhrchen blasen - Promilletest von PZ-news

Wie schnell ist beim Weingenuss der Führerschein in Gefahr? Vier Kollegen von PZ-news, der Onlineplattform der „Pforzheimer Zeitung“, wagen für einen Promilletest auf dem Pforzheimer OechsleFest den Selbstversuch. Sie kosten auf dem Weinfest reichlich vom Rebensaft und blasen zwischendurch ins Röhrchen.

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Würden Sie mit drei Vierteln Wein am Abend noch selbst fahren?

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Harte Arbeit, während an den Tischen drumherum die OechsleFest-Besucher ihre heimischen Spezialitäten genießen und sich fragen, warum da ein Kameramann das Quartett aus allen Lagen beim Trinken filmt.

Redakteur Thomas Kurtz schenkt als Versuchsleiter exakt gleich viel in alle Gläser ein. Pro Tester vier Viertel mit Spätburgunder Weißherbst (12 Prozent) für die beiden jüngsten Probanden und vier Viertel dunkelroten Merlot (14 Prozent) für die beiden älteren. Nach den ersten zwei Viertele liegen die Messwerte für den Blutalkoholgehalt bereits in einem Bereich, der es ratsam erscheinen lässt, das Auto stehen zu lassen. PZ-news-Praktikantin Claudia Essig, 18 Jahre jung, Idealgewicht und als Neuenbürger Handballspielerin Alkohol von diversen Siegesfeiern gewöhnt, liegt schon bei 0,56 Promille. Cheftester Kurtz kommt nur auf 0,38 Promille. Aber das verdankt er seiner Leibesfülle. Generell erreichen Frauen wegen des höheren Körperflüssigkeitsanteils schneller einen höheren Promillewert als Männer. Höheres Körpergewicht und üppige Mahlzeiten helfen auch dabei, den Blutalkoholgehalt nicht so schnell in die Höhe schießen zu lassen.

Das zeigt sich bei Gülay Ilter (38 Jahre) und Marco Kraus (21 Jahre), die nach den ersten zwei Viertele mit 0,42 und 0,44 Promille noch gleichauf liegen, doch nach vier Vierteln ist für Ilter mit 0,8 Promille Schluss, während der schwerere Kraus erst bei 0,66 Promille liegt. Beide spüren den Alkoholeinfluss – obwohl ihr Tänzchen vor der OechsleFest-Bühne sehr harmonisch wirkt – und beiden ist klar: Sie lassen sich abholen oder fahren mit der S-Bahn heim.

Sind alle OechsleFest-Besucher so verantwortungsbewusst? Auffällig ist, dass es keine Auffälligkeiten gibt. Für OechsleFest-Gastronom Frank Daudert liegt das am Charakter des Weinfestes, bei dem es einfach gemütlicher zugehe. Und: Viele Gäste kämen in Gruppen, in denen einer immer nüchtern bleibe, um die anderen heimfahren zu können. Den Spaß der Weintrinker auf dem Marktplatz scheint das nicht zu schmälern.

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