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Die Göttin Justitia ist das Symbol für Gerechtigkeit und Justiz. Richter sollen nach ihrem Vorbild entscheiden.  Foto: dpa
Die Göttin Justitia ist das Symbol für Gerechtigkeit und Justiz. Richter sollen nach ihrem Vorbild entscheiden. Foto: dpa
21.11.2016

Weiter Ungewissheit im Missbrauchsprozess gegen ehemaligen Pforzheimer Lehrer

Pforzheim. Das Urteil im Prozess gegen den ehemaligen Lehrer einer Pforzheimer Schule lässt auf sich warten. Am Montag hielten Staatsanwältin Regina Schmid und Rechtsanwalt Cornelius Schaffrath vor der hiesigen Außenstelle der Jugendschutzkammer des Landgerichts Karlsruhe unter Vorsitz von Richter Andreas Heidrich ihre Plädoyers.

Zwischen 2007 und 2013 sexuellen Missbrauch an Kindern – in Tateinheit mit Beschaffung jugendpornografischer Schriften, teils in Tateinheit mit Nötigung – in 53 Fällen begangen zu haben (die PZ berichtete). In einigen blieb es beim Versuch. Über das Internet soll der 38-Jährige sich als Mädchen ausgegeben und Jungen im vorpubertären Alter über das Internet zum Austausch von pornografischen Bildern und Videos aufgefordert haben. Wollten diese nicht liefern, soll Peter N. (Name geändert) damit gedroht haben, bereits zugesandtes Material im Netz zu veröffentlichen. Er hat die Taten gestanden.

Der Angeklagte habe hohe kriminelle Energie entfaltet, sei planvoll und zielgerichtet vorgegangen, so Staatsanwältin Regina Schmid in ihrem Plädoyer. Er habe die Kinder teils massiv unter Druck gesetzt, dafür seine Kenntnisse als Pädagoge missbraucht. Schmid forderte eine Gesamtfreiheitsstrafe von zwei Jahren und zehn Monaten zu verhängen – auch, um ein Zeichen zu setzen. „Das Internet ist eine Spielwiese für Pädophile“, sagte sie. Anders sah das Verteidiger Cornelius Schaffrath, der eine Strafe im bewährungsfähigen Bereich forderte.

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