nach oben
11.09.2018

Weiter Wirbel um Pforzheimer Bäderbeschluss

Pforzheim. Die Diskussion um die Bäderlandschaft schlägt weiter Wellen. Die Stadträte der Fraktion WiP/Die Linke fordern schnellstmöglich einen Gemeinderatsbeschluss zur Finanzierung von Erhalt und Instandsetzung der Pforzheimer Bäderlandschaft.

Beim Workshop zum Thema Haushalt 2019/2020 im Juni habe Oberbürgermeister Peter Boch vorgestellt, dass er im Zuge der Haushaltsaufstellung durch eine realistischere Projektplanung und den Wegfall von etwaigen Reserven jedes Jahr einen signifikanten Betrag im Haushalt zur Verfügung haben wird. „Dieser Betrag sollte ausreichen, um die von der Verwaltung kommunizierte Finanzierungslücke für die Bäder von 2,5 Millionen Euro pro Jahr zu decken“, argumentiert die Fraktion. Man sehe damit den Gemeinderatsbeschluss vom 20. März als finanziert an und fordere eine Beratung über den eigenen Antrag in der übernächsten Gemeinderatssitzung“, so die Stadträte.

Mit Unverständnis reagieren FDP und Freie Wähler hingegen auf das Werben der CDU-Gemeinderatsfraktion, den Bäderbeschluss vom März zu kippen. Einen Neubau am Standort des Emma-Jaeger-Bades habe die CDU noch nie gewollt, und man sehe bei den Christdemokraten offensichtlich nun die Möglichkeit, diesen tatsächlich zu verhindern. Es sei unseriös, den Eindruck zu erwecken, ein Kombibad auf dem Wartberg sei wesentlich günstiger zu haben, als ein Neubau in der Stadtmitte.

Die Fraktion erwarte zudem einen klaren Finanzierungsvorschlag der CDU, der einer erneuten Prüfung der Bäderfrage durch das Regierungspräsidium standhält. Die Entscheidung von Boch, Förderanträge für das Huchenfelder Bad und das Fritz-Erler-Bad zu stellen, begrüße die Fraktion.