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09.11.2010

Weitere Fragen um unterlassene Darmentleerung

PFORZHEIM. Im Fall der eine Woche lang nicht betreuten querschnittsgelähmten 22-Jährigen gibt es weiter keine vollständige Erklärung für die Gründe, die in diese Situation führten. Die Pflegerin Monika Josko hatte ihrer Patientin nicht bei der Darmentleerung geholfen, weil die AOK keine Genehmigung erteilt und, damit verbunden, keine Kostenübernahme zugesagt hatte.

„Ohne Krankenkassengenehmigung darf ich das nicht tun“, sagte die Pflegerin zur PZ. „Wenn ich es trotzdem mache, kann die Krankenkasse meinen Pflegedienst zumachen.“ Bei der AOK sieht man das anders. Er könne diese Aussage nicht nachvollziehen, sagte Hartmut Keller als stellvertretender Geschäftsführer der AOK Nordschwarzwald gegenüber der PZ. Die Pflegerin wäre ohne das „Ja“ der Kasse höchstens Gefahr gelaufen, dass sie die erbrachte Leistung nicht bezahlt bekommt, so Keller. Selbst wenn die Kasse erst nach Beginn der Leistung eine Kostenübernahme zugesagt hätte und es zu einer zeitlichen Überschneidung gekommen wäre, hätte sie im Nachhinein gezahlt. „