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Mächtig und alt war eine der beiden Eichen, die an der Rembrandtstraße fiel. Im Hintergrund die Stadtvillen (links) und eines der zwei neuen, verklinkerten Mehrfamilienhäuser. Fotos: Seibel
Mächtig und alt war eine der beiden Eichen, die an der Rembrandtstraße fiel. Im Hintergrund die Stadtvillen (links) und eines der zwei neuen, verklinkerten Mehrfamilienhäuser. Fotos: Seibel
Die Bäume sind Geschichte: Aus dem Frühjahr 2015 stammt diese Aufnahme.
Die Bäume sind Geschichte: Aus dem Frühjahr 2015 stammt diese Aufnahme.
22.02.2016

Weitere Rodung für Wohnhäuser im Rodgebiet

Pforzheim. Ruhig war es über Jahre in diesem Bereich des Rodgebiets. Jetzt geht es im Wortsinn Schlag auf Schlag. Unweit der großen Grube für den an der Postwiesenstraße geplanten Supermarkt und gleich neben den zwei fast fertigen neuen Mehrfamilienhäusern sind übers Wochenende Bäume gefallen.

Der Supermarkt an der Postwiesenstraße kommt definitiv. Zusätzlich zu den zwei neuen Mehrfamilienhäusern gleich nebenan sind an der Vogesenallee vier weitere mehrstöckige Gebäude geplant. Nun haben die Gesellschaften Familienheim sowie Bau und Grund an der Rembrandtstraße noch ein Grundstück gekauft, um dort mittelfristig etliche zusätzliche Mietwohnungen zu schaffen. Dass dafür zwei mächtige und alte Eichen fallen mussten, sorgt bei Anwohnern für Unmut und Empörung.

Besonders den beiden großen und alten Eichen trauern Anwohner nach, die sich an die PZ wandten. Sie beobachten kritisch die Entwicklung in ihrer Nachbarschaft. Denn nun sollen auch auf diesem Gelände an der Rembrandtstraße mehrere weitere Wohnhäuser entstehen.

Wie Wilfried Wibusch, einer der Geschäftsführer der Pforzheimer Bau und Grund, und Dirk Mees, Vorsitzender der Familienheim, bestätigen, haben die zwei Gesellschaften vor wenigen Tagen gemeinsam besagtes Grundstück gekauft. Noch fehlen detaillierte Pläne. Doch es sei das Ziel, dort etliche Mietwohnungen zu schaffen. „Kaufen, roden, planen, bauen“ – so beschreibt Wibusch das Vorgehen bei solchen Projekten.

Er könne nachvollziehen, dass Anwohner den Bäumen nachtrauerten, betont Wilfried Wibusch. Doch Pforzheim benötige dringend weiteren Wohnraum. Gefragt seien nicht nur Einfamilienhäuser oder Doppelhaushälften, sondern auch Geschosswohnungen.

Auf einen Gemeinderatsbeschluss von 1996 gehe das Recht der Gesellschaften zurück, das Grundstück von der Stadt zu erwerben. Mit dieser nun gezogenen Option sei die Verpflichtung verbunden, dort binnen fünf Jahren neue Wohnungen zu schaffen. „Diese Zeit läuft jetzt“, begründet Wibusch die Rodung und den Beginn der Planung, die aber wohl erst mittelfristig realisiert wird.

Mehr lesen Sie am Dienstag in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news

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