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05.05.2016

Weiterer Rückgang der Flüchtlingszahlen

Nach heutigem Stand wird Pforzheim die Flüchtlingskrise als einer der wenigen Stadt- und Landkreise in Baden-Württemberg ohne Zeltstädte und Belegung von Turnhallen gemeistert haben. Wie die für das Thema verantwortliche Sozialbürgermeisterin Monika Müller am Mittwochabend im CongressCentrum Pforzheim darlegte, gehen die Flüchtlingszahlen für Deutschland, Baden-Württemberg und in der Folge auch für Pforzheim weiter deutlich zurück, sodass die Stadt nicht nur weit weniger Ankömmlinge registriert, sondern auch ihre Prognosen nach unten korrigiert.

Seit Monaten liegen die Zahlen unter der Langfrist-Vorhersage 2015. Im April, für den im vergangenen Winter noch 220 zugewiesene Flüchtlinge erwartet worden waren, trafen stattdessen 80 ein, Tendenz weiter rückläufig. Allerdings wies Müller darauf hin, dass sich diese Entwicklung auch umgekehrt darstellen könne. Gleichzeitig erhalten immer mehr Flüchtlinge eine Aufenthaltsberechtigung, über 100 von ihnen beziehen nun Sozialhilfe der Stadt anstelle der letztlich von Bund und Land getragenen Flüchtlingshilfe, zudem brauche man Wohnraum. Müller denkt daran, einen Teil der Flüchtlingsunterkünfte für diese längerfristige Unterbringung umzunutzen und Großunterkünfte zu verringern.

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