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Auch bei Briefen hilft Christa Mann (Mitte) gerne. Für den Geflüchteten Hossein Khalil (links) ist das eine große Hilfe, Nashuan Sabri (rechts) schaut zu.
Auch bei Briefen hilft Christa Mann (Mitte) gerne. Für den Geflüchteten Hossein Khalil (links) ist das eine große Hilfe, Nashuan Sabri (rechts) schaut zu.
28.09.2016

„Weltcafé“ am Schlossberg bringt Flüchtlinge und Pforzheimer zusammen

Pforzheim. Sie pöbeln, schimpfen und hetzen über Ausländer – „doch diese Leute haben noch nie einen Flüchtling gesehen“, so Christian Mann vom Forum Asyl. Er ist einer von mehreren Ehrenamtlichen, die mittwochs von 14 bis 17 Uhr im „Weltcafé“ am Schlossberg dafür sorgen, dass Pforzheimer und Geflüchtete in Kontakt kommen. Das „Weltcafé“ gibt es seit Mai 2016.

An diesem Nachmittag sind unter anderem drei Flüchtlings-Familien gekommen und spielen mit Einheimischen Memory. Manche benötigen Hilfe bei amtlichen Briefen, Kleinkinder rennen herum, es wird gelacht. Keine Anzeichen von den Erfahrungen, die die Menschen mit sich herumtragen.

Viele suchen Arbeit oder eine Wohnung, meistens beides. Wie zum Beispiel Nashuan Sabri. Der 23-Jährige flüchtete allein aus dem Nordirak. Seit 16 Monaten ist er in Deutschland und hat nun eine Aufenthaltsgenehmigung. Was er gerne arbeiten würde? „Egal“, sagt Sabri. Hauptsache arbeiten.

Ob es Probleme mit den Ausländern gäbe? „Nein, unsere Erfahrungen sind sehr positiv“, berichtet Christa Mann. Sie selbst lässt ihre Arbeit nicht los. „Man nimmt die Schicksale schon mit nach Hause.“ Wer helfen möchte, kann an die Kleiderkammer (Schlossberg 10) montags von 9 bis 13 Uhr spenden, oder sich im „Weltcafé“ engagieren. Des Weiteren appelliert Christa Mann an die Pforzheimer, Wohnungen auch an Flüchtlinge zu vermieten.

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