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Leere Klassen in der Pflegeausbildung: Zwar hat es Interessierte gegeben, auch einige Schulen wollten mitmachen. Allerdings hatten nicht alle potenziellen Schüler einen Ausbildungsplatz bekommen. Auch in Pforzheim hofft man auf mehr Interesse.
pflege © dpa
27.12.2014

Wenig Interesse an Pflegeausbildung: Auch Pforzheimer Schule hofft auf Migranten - Neustart im Herbst

Stuttgart/Pforzheim. Für die seit Herbst angebotene spezielle Pflegeausbildung für Migranten sind bislang keine Klassen zustande gekommen. Die Trägereinrichtungen hätten nicht genügend Ausbildungsplätze angeboten, sagte eine Sprecherin des Kultusministeriums in Stuttgart.

«Das lag vielleicht auch daran, dass es sehr kurzfristig war. Es gab etwas wenig Vorlauf, auch für die Träger der Einrichtungen.» Zwar habe es Interessierte gegeben, auch sechs Schulen wollten mitmachen. Allerdings hätten nicht alle potenziellen Schüler einen Ausbildungsplatz bekommen.

An der Johanna-Wittum-Schule in Pforzheim hofft Schulleiterin Margarete Schaefer darauf, dass im neuen Schuljahr Klassen zusammenkommen. An ihrer Schule habe es im Herbst rund fünf Interessenten gegeben.

Das Modell, bei dem Migranten den Beruf des Altenpflegehelfers lernen können, wird im kommenden Schuljahr erneut starten - und zuvor stärker beworben, sagte die Sprecherin des Kultusministeriums. «Aus unserer Sicht ist das ein Modell, dass sehr erfolgreich sein könnte.»

Ähnlich sieht das auch Margarete Schaefer: Das Modell sei sinnvoll, allerdings müsse man noch an einigen Stellschrauben drehen. So sei bislang beispielweise eine Förderung der Ausbildung nicht möglich. „Da muss man noch Lösungen finden“, so Schaefer.

Normalerweise dauert die Ausbildung zum Altenpflegehelfer ein Jahr. Die Zeit wird in dem neuen Modell aber verdoppelt, weil die Migranten unter anderem sprachlich gefördert werden und sich auf einen Einbürgerungstest vorbereiten können.

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