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Einbrecher sind 2015 in Pforzheim weitaus weniger aktiv gewesen als noch in den Jahren zuvor. Foto: Symbolfoto
Einbrecher sind 2015 in Pforzheim weitaus weniger aktiv gewesen als noch in den Jahren zuvor. Foto: Symbolfoto
08.01.2016

Weniger Einbrüche in Pforzheim - Ausnahme Brötzingen

Pforzheim. Vier Jahre lang war die Zahl der Einbrüche in Pforzheim gestiegen: von 106 im Jahr 2011 auf 403 im Jahr 2014. Nun zeichnet sich ein deutlicher Rückgang ab: Von Januar bis November 2015 schlugen Einbrecher nur halb so oft zu wie im Vorjahreszeitraum.

Dies geht aus einer Antwort des baden-württembergischen Innenministeriums auf eine kleine Anfrage des Vorsitzenden der FDP-Fraktion, Hans-Ulrich Rülke, hervor. Zwar werden exakte Zahlen erst mit der Polizeilichen Kriminalstatistik vorgelegt. Doch der in der Antwort genannte Trend – verglichen wurden die ersten elf Monate 2015 mit den ersten elf Monaten 2014 – ist überdurchschnittlich positiv.

Der Rückgang an Wohnungseinbrüchen im ganzen Land lag bei etwa zehn Prozent. In Pforzheim betrug dieser dagegen in fünf Stadtteilen mindestens zwei Drittel: Kernstadt (49 Einbrüche im Jahr 2014), Nordstadt (102), Büchenbronn (30), Huchenfeld (5) und Hohenwart (4). Eine Verbesserung um rund 50 Prozent gibt es in der Südstadt (93 Einbrüche 2014), in Eutingen (37), auf dem Buckenberg (27) und in Dillweißenstein (13). In Würm (4) sind die Werte unverändert, einzig Brötzingen (35) verzeichnet einen Anstieg.

„Es freut mich, dass in einigen Pforzheimer Stadtteilen die Einbruchskriminalität zurückgeht“, kommentiert Rülke die Entwicklung. „Wie allerdings eine Truppe, die in Karlsruhe sitzt, zur Verbesserung der Einbruchszahlen in Pforzheim beitragen soll, leuchtet nicht so ganz ein.“ Es sei dringend notwendig, dass Pforzheim Sitz eines Polizeipräsidiums werde.

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