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Die Polizeibeamten sind immer öfter auf gute Schutzkleidung bei Einsätzen angewiesen.  Foto: Meyer 

Wenn Polizeibeamte selbst Gewalt erleiden - über die Spirale von Drogen, Perspektivlosigkeit und fehlendem Respekt

Pforzheim. Sie sind jung, mit ausländischen Wurzeln versehen und zeigen wenig Respekt gegenüber der Polizei: Gleich dreimal hat das Amtsgericht Pforzheim am Montag und am Dienstag gegen zwei Männer und eine Frau in drei unterschiedlichen Prozessen verhandelt, die jeweils Polizeibeamte bedroht und verletzt. Schon seit längerem beklagen Rettungskräfte und auch Polizeibeamte eine generelle Zunahme an Widerstand bei Einsätzen. Fast 5000 Taten wurden im Jahr 2019 in Baden-Württemberg erfasst, das sind 4,7 Prozent mehr als im Jahr zuvor und sogar 1000 Übergriffe mehr als vor fünf Jahren. In der Statistik wurden fast 11.200 Polizistinnen und Polizisten als Opfer von Gewalt erfasst – das sind mehr als 30 pro Tag. Mehr als 2200 von ihnen wurden bei den Angriffen auch verletzt. Doch wer sind die Täter?

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Der 31-jährige deutsche Staatsbürger, der in Kasachstan geboren wurde, wollte sich im September vergangenen Jahres einer Drogenkontrolle entziehen. Juri D. (Name geändert) gehört zu der Klientel, die regelmäßig am Toilettenhäuschen des Zähringer Platzes in der Nordstadt kifft

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